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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 11.1.2021

Schneeverhältnisse 11.1.2021

11.01.2021
Die Lawinengefahr liegt auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala bei Stufe 3 – BEACHTLICH.

Hauptproblem: verharschter Schnee, schwache Schichten



Gefahrenbewertung

Die Lawinengefahr ist oberhalb ca. 1400 m BEACHTLICH, Stufe 3, tiefer MODERAT, Stufe 2. Im östlichen Teil unserer Berge, wo weniger Schnee liegt, ist die Grenze zwischen Stufe 2 und 3 etwas höher. Besonders gefährdet sind steilere Hänge und Stellen mit verharschtem Schnee sowie Rinnen, in denen sich Schnee angesammelt hat. Dort können schon bei geringer Belastung von steilen Hängen Plattenlawinen ausgelöst werden. Auf steilen Hängen sind auch einzelne spontane Plattenlawinen möglich.



Schneeverhältnisse

Es herrscht weiterhin relativ kaltes Wetter mit Temperaturen tief unter null, weshalb sich der Schnee nur langsam umsetzt und setzt. Am Sonntag hat es leicht geschneit, meist bis 5 cm leichten Schnees, im Südosten bis 20 cm mehr Schnee. Dabei wehte schwacher bis mäßiger Wind aus Ost, der an exponierten Stellen Schnee transportierte und auf westlichen Hangseiten Verwehungen und Verharzungen aufbaute. Windiger war es auf der küstennahen Seite der Berge. Neuer Schnee hat an manchen Stellen Rissspuren verdeckt, weshalb die Gefahr schwer erkennbar ist. Die Schneedecke ist meist weich und tief einsinkend, stellenweise Kruste durch Wind, auf manchen Südhängen auch durch Sonne am Samstag. An sehr sonnigen Lagen hat sich die Schneedecke etwas schneller umzusetzen begonnen. Zahlreiche Gleit- und Plattenlawinen sind aufgetreten. Viele Verwehungen und Platten, windexponierte Lagen sind stark ausgefegt. In der Schneedecke sind schwache Schichten vorhanden, die Verhältnisse sind vor allem im Hochgebirge anspruchsvoll.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute in den Julischen Alpen teilweise klar, anderswo mäßig bis meist bewölkt. Mäßiger Nordostwind, nachmittags nachlassend. Kalt, Temperatur auf 1500 m ca. -9, auf 2500 m ca. -13 °C. Dienstag vormittags meist klar, mittags von Norden her Zunahme der Bewölkung. Wolken über den Gipfeln. Zunächst schwacher Wind aus Nord, nachmittags drehend auf West. Temperatur auf 1500 m ca. -2, auf 2500 m ca. -8 °C. Mittwoch Aufklarung, nachmittags etwas hohe Bewölkung. Mäßiger, im Hochgebirge auch starker Nord- bis Nordwestwind. Wieder kälter, auf 1500 m ca. -6, auf 2500 m ca. -13 °C. In der Nacht zum Donnerstag Schneeschauer. Donnerstag tagsüber ziemlich klar, starker Nordwind. Noch etwas kälter.



Tendenz der Schneeverhältnisse

Heute setzt und umsetzt sich die Schneedecke nur ganz langsam, der Schnee bleibt wegen der Kälte trocken und weich. Morgen wird es milder, besonders an ausgeprägteren Südlagen im Mittelland setzt sich die Schneedecke etwas schneller um. Vorübergehend steigt auch die Lawinenauslösungsgefahr. In der weiteren Woche dominiert Kältewetter, das die Schneedeckefestigkeit schwächen kann. Gelegentlich starker Nordwind, der Schnee auf die Südseite von Graten und Pässen transportiert. Die Lawinengefahr bleibt oberhalb ca. 1400 m BEACHTLICH, Stufe 3, tiefer meist MODERAT Stufe 2.



Nächste Ausgabe: Mittwoch, 13.1.2021



Quelle: ARSO
         
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