Schneeverhältnisse 11.3.2015
11.03.2015
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge meist 2. Stufe; anderswo 1. Stufe.
Die Schneedecke ist mittlerweile meist recht stabil. Eine Lawine kann nur bei starker zusätzlicher Belastung ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen mit windgefügter Schnee, insbesondere in Nordhängen, instabiler sind auch Südhänge mittags und früh nachmittags.
Das Risiko durch windgefügten Schnee besteht besonders an Nordhängen noch hauptsächlich durch schlechte Bindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Basis sowie oberem Schicht neueren Schnees; an Südhängen wird die Schneedecke an Stellen mit windgefügtem Schnee tagsüber durch Sonneneinwirkung bzw. Tageserwärmung etwas instabil.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Montag und Dienstag sonniges Wetter in den Bergen, die Schneefallgrenze stieg schrittweise bis ca. 2400 m ü. NN. Die Luft war trocken. Es wehte schwacher Wind, montags stellenweise noch mäßiger aus Ost. Keine neuen größeren Aufwinde. Die Schneedecke an Südhängen und Flachlagen tautags weich geworden und nachts refrostet, die Kruste hat sich verstärkt. In schattigen Lagen blieb Schnee gefroren und trocken. Die Schneedecke hat sich besonders an Südhängen weiter stabilisiert.
Die Schneehöhe ist durch häufiges Windwetter recht ungleichmäßig. Auf 2500 m ü. NN in den Julischen Alpen bis ca. 190 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 100 cm, auf 1000 m von 10 bis ca. 30 cm. Anderswo in unseren Bergen etwas weniger Schnee.
Erhebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1000 m ü. NN, an Südhängen höher.
AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die teilweise Tragfähigkeit für Menschen hat. Tagsüber wird Schnee an Südhängen weich. In Nordhängen des Hochgebirges ist Schnee weich, besonders in geschützten Mulden, oder mit Windkruste bedeckt. Viele Aufwinde und Platten sind noch teils labil. Grate und windexponierte Lagen sind stark ausgefegt, daher stellenweise hart und vereist, teils blank.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute wechselnd bewölkt, vor allem nachmittags lokale Schneeschauer. Es weht mäßiger Nordwind, abends auffrischend. Morgen in der westlichen Hälfte der Julischen Alpen und westlichen Karawanken meist klar, anderswo mäßig bis stark bewölkt, einige Gipfel auch in Wolken. Wind tagsüber nachlassend. Leichte Abkühlung, auf 1500 m ca. -4°C.
ENTWICKLUNGSTENDENZ SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Lawinengefahr ändert sich im Großteil unserer Berge nicht. Die Schneedecke wird morgen tagsüber an Südhängen weich und nachts refrostet und stabilisiert sich so weiter. In Nordhängen bleiben Schneeverhältnisse meist unverändert. Besonders an windexponierten Lagen sowie vormittags und frühmittags auch an Südhängen Gleitrutschgefahr.
Spontanes Lawinenabgehen nicht erwartet.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 13.3.2015.
Quelle: ARSO