Schneeverhältnisse 11.4.2012
11.04.2012
Seit Montag war das Wetter in den Bergen trocken und ziemlich sonnig.
Die Schneegrenze lag auf etwa 1600 m Seehöhe. Die Schneedecke verdichtete sich tagsüber, setzte sich und wandelte sich um. Von steilen, vor allem südlichen Hängen lösten sich noch kleine Lawinen.
Der Schnee fror nachts zu. Im Hochgebirge und in schattigen Lagen des Hochgebirges blieb der Schnee auch tagsüber gefroren.
Die verdichtete Schneedecke reicht bis etwa 1200 m Seehöhe, stellenweise tiefer, aber es gibt wenig Schnee. Der Oberflächenschnee ist weich und meist mit einer dünnen Kruste bedeckt. An windexponierten Stellen ist der Schnee bis auf den alten Untergrund weggeweht. Insgesamt liegen auf 1500 m Seehöhe 10 bis 30 cm Schnee, auf 2500 m in den Julischen Alpen bis zu 140 cm.
Die Lawinengefahr besteht vor allem in den Julischen Alpen oberhalb etwa 2000 m im 3. Grades, anderswo im Hochgebirge 2. Grades, tiefer 1. Grades. Besonders gefährdet sind steile Hänge, wo sich auch eine spontane Lawine neuen Schnees lösen kann.
Heute setzen in den Julischen Alpen Niederschläge ein, nachmittags und in der Nacht auf Donnerstag auch anderswo. Die Schneegrenze liegt zwischen 800 und 1200 m. Bis morgen früh fallen 5 bis 15 cm Schnee. Der neue Schnee wird sich voraussichtlich relativ gut mit dem Untergrund verbinden, aber zusammen mit dem Schnee der letzten Schneefälle entsteht eine dickere Schicht, die über der alten winterlichen Schneedecke abrutschen kann. Die Lawinengefahr nimmt daher nicht ab. Bis Freitag gibt es keine nennenswerten Niederschläge. Die Schneegrenze liegt heute bei etwa 1600 m Seehöhe, morgen bei etwa 1900 m.
Neuer Bericht wird am Freitag, 13.4.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO