Schneeverhältnisse 12.11.2010
12.11.2010
Seit Mittwoch war in den Bergen meist trocken. Die Bewölkung wechselte. Wärmere Luft strömte zu und heute liegt die Schneehöhengrenze bereits bei ca. 2900 m Seehöhe. Es begann ein starker Südwestwind zu wehen, der im Hochgebirge Schnee in Windverfrachtungen transportiert. Tiefer unten taut der Schnee langsam, oberhalb ca. 2000 m wegen trockener Luft kaum.
Im Hochgebirge der Julischen Alpen bei 2500 m ca. 110 cm Schnee, bei 1500 m bis 25 cm. Anderweitig in unseren Bergen deutlich weniger, bei 1500 m ca. 20 cm. Tiefer unten schmilzt die Schneedecke schnell. Im Hochgebirge ist der Schnee noch meist trocken, tiefer feucht.
Lawinengefahr in den Julischen Alpen oberhalb ca. 2000 m Seehöhe 2. Stufe, anderweitig 1. Stufe.
Besonders gefährdet sind windverfrachtete Stellen, wo bei stärkerer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden kann.
Bis Montag ändert sich das Wetter kaum. In den Bergen meist bewölkt und neblig. Etwas Aufklarung möglich im Hochgebirge oberhalb 2000 m sowie in östlichen Karawanken und auf dem Pohorje. Mäßiger bis starker Südwestwind. Schneehöhengrenze über 3000 m. Schnee setzt sich in Gebieten mit hoher relativer Feuchte schneller ab und taut, im Hochgebirge bleibt er durch trockene Luft weitgehend trocken. Wind bildet neue Verfrachtungen an Ostseiten von Graten und Übergängen.
Das nächste Bulletin wird am Montag, 15. November, herausgegeben.
Die allgemeine Lawinengefahr ist mäßig, d.h. 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle:
ARSO