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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 12.12.2022

Schneeverhältnisse 12.12.2022

12.12.2022
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 12. 12. 2022
Gefahrenstufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Auftauen nach Frost
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Frostperiode

Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb etwa 1800 m Seehöhe MÄSSIG, Stufe 2, tiefer GERING, Stufe 1. Besonders gefährlich sind Windkissen, meist stärker auf westlichen und südlichen Seiten von Graten und Sätteln. Dort kann bereits bei geringer Zusatzbelastung der Schneedecke eine Lawine ausgelöst werden. Auf ausgehenden Stellen vereist stellenweise. Tiefer durch geringe Schneemengen sowie zwischendurch Auftauen und Abkühlung ist die Schneedecke stabiler.

Schneeverhältnisse
Schneeverhältnisse in den Bergen sind recht unterschiedlich, abhängig von der Seehöhe und der geographischen Lage. Unter etwa 1800 m hat es früher mehrmals geregnet und danach geschneit, weshalb dort deutlich weniger Schnee als darüber liegt. Dort hat sich der Schnee fortlaufend abgesetzt und verdichtet, beim Abkühlen gefroren. Am Sonntag fielen auf diesen harten Untergrund 5 bis 15 cm lockerer Schnee. Höher hat es früher meist geschneit, daher ist die Schneedecke viel weniger umgewandelt, mit schwachen Schichten darin. Viele Aufhängungen, auf Graten Eiszapfen. An windexponierteren Lagen ist Schnee krustig oder hart, in Windschatten angesammelter lockerer Schnee des Sonntagsniederschlags. Natürlich mehr Schnee in den Julischen Alpen sowie westlichen und mittleren Karawanken. Stellenweise hat der Wind Schnee bis zur vereisten Basis weggeblasen.

Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Montag, meist klar, schwacher bis in Hochlagen mäßiger Nordwestwind. Auch morgen vormittags meist klar, nachmittags von Süden her Wolkenfeld ausbreitend, dessen genaue Reichweite bis in unseren Alpenraum schwer vorherzusagen. Möglich Nachmittagsbewölkung mit Gipfeln in Wolken oder Wolkenrand etwas südlicher nur niedriges Wintersonne verschleiernd. Weniger wahrscheinlich Bewölkung in östlichen Karawanken und Pohorje. Schwacher bis in Hochlagen mäßiger Süd- bis Südwestwind. Nachmittags bereits etwas mildere Luft in Höhen zuströmend. Mittwoch vormittags meist bewölkt und stellenweise neblig, nachmittags Aufklarung, stärker im östlichen Teil unserer Berge, während sich im Westen Bewölkung unter ca. 1700 m Seehöhe ansammelt. Südwestwind etwas auffrischend. Mildere Luft weiter zuströmend und bis abends kann es besonders im Hochgebirge über null Grad warm werden. Donnerstag im östlichen Teil unserer Berge teils sonnig, westlicher meist bewölkt und stellenweise neblig. Gegen Abend Niederschläge beginnend im westlichen Teil der Julischen Alpen sowie in den Hügeln der Notranjska und nördlichen Primorska, in der Nacht auf Freitag verstärkend und ganz Slowenien erfassend. Freitag vormittags nachlassend. Verstärkter Südwestwind. Schneefallgrenze auf 1600 bis 1800 m Seehöhe ansteigend.

Tendenz der Schneeverhältnisse
Bis Mittwoch mittags keine größeren Veränderungen in Lawinen- und Schneeverhältnissen. In Kaltlücken kann Reif entstehen, oberflächlicher wie tiefgreifender in Gebieten mit dünner Schneedecke. Mittwochnachmittag beginnt durch Erwärmung Schnee etwas abzusacken und umzuwandeln, Donnerstag ausgeprägter. Durch Erwärmung werden Windkissen etwas labiler potentiell, möglich auch spontane Lawinenabgänge, besonders abends im Westen, wo Regen die Verhältnisse tiefer weiter verschlechtert, höher neuer Schnee. Bis Freitagmorgen Gefahr oberhalb ca. 1800 m voraussichtlich auf Stufe 3 ansteigend, tiefer auf 2. Einzelne Grundlawinen feuchten Schnees möglich von steilen grasigen Hängen.

Nächste Ausgabe: Donnerstag, 15. 12. 2022

Quelle: ARSO
         
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