Schneeverhältnisse 13.11.2017
13.11.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 13. 11. 2017
Gefahrsstufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Neuschnee, Schneewehen
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter Frischschnee durch Wind
Risikobewertung
Die Lawinengefahr hat sich oberhalb ca. 1700 m, vor allem in den Julischen Alpen durch Neuschnee erhöht und ist ERHEBLICH, Stufe 3. Andernorts oberhalb ca. 1000 m MÄSSIG, Stufe 2, tiefer GERING, Stufe 1. Da es auf krustige Unterlage schneite, befindet sich im Schneeprofil eine schwache Schicht, entlang derer eine Lawine abrutschen kann. Wo es auf grasigen Untergrund schneite, kann auf steilen Hängen auch eine Lawinenbildung erfolgen. Besonders gefährdet sind steile Hänge mit alter Schneebedeckung sowie grasige Hänge und Stellen mit Schneewehen. Dort kann lokal schon bei geringer Belastung des Schneemantels eine Lawine ausgelöst werden. Im Hochgebirge der Julischen Alpen sind auch spontane Ausrutschen kleiner Lawinen von steilen Hängen zu erwarten, ein Grundlawinenereignis ist auch auf steilen grasigen Mittelgebirgshängen möglich.
Schneeverhältnisse
In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken fiel 10 bis ca. 30 cm Schnee, in den Kamnisch-Savinjischen Alpen und östlichen Karawanken 20 bis 40 cm, auch in den Hügeln des übrigen Sloweniens aktuell Neuschnee 10 bis 20 cm, im Zasavje auch über 30 cm. Im Hochgebirge schneite es auf krustige Unterlage, tiefer meist auf blanken Boden. Schnee ist derzeit locker und weich und trocken in den Hügeln. Zu Beginn der Schneefälle wehte mässiger bis starker Südwestwind, beim Durchzug der Kaltfront setzte starker Wind aus nördlichen Richtungen ein, der Schnee zu Wehen an Süd- und Westseiten von Graten und Sätteln aufweht. Grate sind stark ausgefegt. Die Schneebedeckung reicht bis in die Tieflagen.
Erwartete Wetterentwicklung
Montag bewölkt, Schneefall hört bis abends überall auf. Noch 5 bis ca. 10 cm Schnee möglich. Starker Nordost- bis Nordwind, der dienstags nachlässt, weht aber auch noch mittwochs. 0-°C-Isotherme bis mittwochs bei ca. 900 m, mittwochs Anstieg auf 1200 bis 1400 m. Vorübergehende teilweise Aufhellungen im Nordwesten schon in der Nacht zum Dienstag, andernorts dienstags nachmittags und in der Nacht zum Mittwoch, danach wieder Bewölkung.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneebedeckung setzt sich durch kaltes und meist bewölktes Wetter nur langsam ab und um. Wind weht weiter Schnee zu Wehen an West- und Südhängen von Graten und Sätteln. Lawinengefahr nimmt langsam ab, Schnee stabilisiert sich mittwochs etwas besser durch etwas mildere Luftmassen vor allem im Mittelgebirge.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 15. 11. 2017
Quelle: ARSO