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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 13.12.2017

Schneeverhältnisse 13.12.2017

13.12.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 13.12.2017

Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.

Hauptproblem: Neuschnee, schwache Schichten

Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost



Risikobewertung

Die Lawinengefahr liegt derzeit oberhalb von ca. 1800 m MÄSSIG, 3. Stufe, tiefer hinab GERING, 1. Stufe. Gefährlich sind steile Hänge und windbelastete Stellen im Hochgebirge, wo einzelne Lawinen von neuem, trockenem Schnee abgehen können. Eine Lawine kann bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden insbesondere auf steileren Hängen und an Windkissen. Tiefer, wo in den vergangenen Tagen geregnet wurde, ist der Schnee beim Abkühlen gefroren und stabilisiert, die Menge des neuen Schnees, der letzte Nacht fiel, ist zu gering, um die Lawinenlage zu verschlechtern.



Schneeverhältnisse

In den letzten 48 Stunden fiel oberhalb ca. 1800 m am meisten Schnee im Gebiet der Julischen Alpen und westlichen Karawanken, sogar mehr als 160 cm! Weniger anderswo, namentlich in den zentralen Karawanken und Kamnik-Savinja-Alpen von 20 bis ca. 50 cm, noch weniger in den östlichen Karawanken, nur 10 bis 20 cm. Tiefer regnete es lange, der Schnee setzte sich ab und verdünnte sich, am Ende der Niederschläge fielen ca. 10 cm Schnee bis 1000 m Seehöhe, in der Nacht auf Mittwoch schneite es noch tiefer, aber mit wenig Schnee. Im Hochgebirge schneite es meist auf krustige Unterlage, nur in Mulden war alter Schnee noch weich. Daher gibt es im Schneeprofil stellenweise schwache Schichten. Starker Südweststurm bildete Verwehungen und Kamme, Grate stark ausgefegt. Schnee ist leicht und weich, tiefer ist die Schicht neuen Schnees flach.



Voraussichtliche Wetterentwicklung

Mittwoch gelegentlich noch leichter Schneefall, aber geringe Niederschlagsmenge. Donnerstag trocken im Großteil unserer Berge, nur in westlichen und südlichen Juliern sowie in den Hügeln nördlicher Primorska und Notranjska Niederschläge mit Schneefallgrenze zwischen 900 und 1200 m. Wieder zufließende wärmere Luft, Gefrierhöhe steigt auf ca. 1400 m Seehöhe. Freitag noch wärmer, Gefrierhöhe bei ca. 1900 m über Meer. Niederschläge überall. Schneefallgrenze bei ca. 1400 m Seehöhe, stellenweise tiefer, nachmittags und abends sinkend. Sowohl Donnerstag als auch Freitag starker Südwestwind.



Tendenz der Schneeverhältnisse

Neuer Schnee hat sich auch im Hochgebirge etwas gesetzt. Heute, Mittwoch, bei bewölktem und kaltem Wetter bleibt die Schneelage nahezu unverändert. Donnerstag taut es, Schnee wandelt sich und setzt sich schneller um, unter 0°C-Isotherme gefriert und verdünnt er sich. Schneedecke stabilisiert sich langsam. Freitag erhöht neuer Schneefall erneut die Lawinengefahr, neue Windkissenbereiche entstehen. Im Hochgebirge bleibt Lawinengefahr ERHEBLICH, 3. Stufe.



Nächste Ausgabe: Samstag, 16.12.2017



Quelle: ARSO
         
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