Schneeverhältnisse 13.2.2018
13.02.2018
Allgemeine Gefahrenstufe - Dienstag, 13. 2. 2018
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Neuschnee, Windschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter Frischschnee durch Wind
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Auftauen nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr in den Bergen oberhalb der Waldgrenze, wo mehr als 20 cm Schnee gefallen ist, BEACHTLICH, 3. Stufe, wo weniger Neuschnee und unterhalb der Waldgrenze MODERAT, 2. Stufe. Besonders gefährlich sind steile Hänge und Bereiche mit Windschnee, wo bereits bei geringer Belastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Möglich ist auch Abreißen kleinerer und mittelgroßer Lawinen von steilen Hängen. Unterhalb der Waldgrenze sowie in den westlichen Julischen Alpen und östlichen Karawanken, wo weniger Schnee gefallen ist, bleibt die Gefahr auf 2. Stufe.
Schneeverhältnisse
Bis heute Morgen ist in größerem Teil unserer Berge von 20 bis ca. 30, im Hochgebirge stellenweise auch ca. 40 cm trockener Schnee gefallen. Nur in den östlichen Karawanken und westlichen Julischen Alpen Neuschnee von 5 bis ca. 15 cm. Nordostwind hat den Schnee stark in Verwehungen getrieben. Schneebedeckung ist weich und locker und schlecht verhaftet, an windexponierten Stellen bis zur alten, harten und teils vereisten Unterlage verweht.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist bewölkt und stellenweise neblig. Nachmittags beginnt es sich von Nordwest langsam aufzuhellen. Es weht mäßiger bis starker Nordostwind, der nachmittags nachlässt. Morgen und Donnerstag meist klar. Morgen schwach, im Nordosten mäßig Nordost, Donnerstag schwacher Wind meist westlicher Richtungen. Donnerstag tagsüber wird es in Höhen allmählich etwas wärmer, aber vorerst kein Anzeichen, dass Temperatur über null geht. Auch Freitag teilweise klar mit gelegentlicher mäßiger Bewölkung.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Neuer Schnee wird bei niedrigen Temperaturen nur langsam umsetzen und umwandeln, Nordostwind wird ihn heute und morgen noch transportieren und neue Verwehungen bilden. Ab Donnerstag durch etwas höhere Temperatur und Sonnwetter auf Südabhängen tagsüber etwas nass werden und nachts zufrieren. Kruste entsteht. Gleichzeitig wird auf diesen Flächen die Schneebedeckung mittags und nachmittags etwas instabiler als im Rest des Tages. Noch immer Hauptgefahr zahlreiche schwache Schichten, auf steilen Hängen kann bei geringer Belastung der Schneebedeckung eine Lawine ausgelöst werden.
Nächste Ausgabe: Freitag, 16. 2. 2018
Quelle: ARSO