Schneeverhältnisse 13.4.2012
13.04.2012
Am Mittwochnachmittag und in der Nacht auf Donnerstag hat es in den Bergen geschneit.
Die Schneefallgrenze lag zunächst über 1200 m, beim Durchzug der Kaltfront sank sie stellenweise auf ca. 900 m. Es fielen 5 bis ca. 20 cm Schnee. Die stärksten Niederschläge gab es im Bereich der Julischen Alpen und der westlichen Karawanken. Tiefer, wo es geregnet hat, ist die Schneedecke zusätzlich durchnässt worden. Im Hochgebirge wehte vor der Front ein starker Südwestwind, der den neuen Schnee in Verwehungen transportierte. Der neue Schnee hat sich gut mit dem Untergrund verbunden, instabile Schichten sind jedoch tiefer geblieben.
Die feste Schneedecke reicht bis ca. 1200 m Seehöhe, stellenweise auch tiefer, aber es ist wenig Schnee. Der Schnee an der Oberfläche ist weich, stellenweise mit dünner Kruste bedeckt. An windexponierten Stellen ist der Schnee stark verweht. Insgesamt liegen auf 1500 m Seehöhe 10 bis 20 cm Schnee, auf 2500 m in den Julischen Alpen bis 150 cm.
Lawinengefahr besteht vor allem in den Julischen Alpen oberhalb ca. 2000 m im 3. Grad, anderswo im Hochgebirge 2. Grad, tiefer 1. Grad. Besonders gefährdet sind steile Hänge, wo sich auch spontan Lawinen neuen Schnees lösen können.
Heute wird es meist bewölkt sein, stellenweise kleinere Niederschläge, die die Lawinenlage nicht beeinflussen. Schneefallgrenze bei ca. 1300 m Seehöhe. Schneehöhenlage zwischen 1800 und 1900 m.
Auch am Samstag und Sonntag bleibt es bewölkt und vor allem im Hochgebirge neblig. Gelegentlich kleinere Niederschläge.
Schneefallgrenze und Schneehöhenlage ändern sich kaum. Samstags weht ein etwas starker Nordostwind, der Schnee in Verwehungen trägt. Lawinenlage ändert sich kaum. Die Schneedecke im Hochgebirge setzt sich durch Bewölkung und niedrige Temperaturen nur langsam ab und um.
Neuer Bericht wird am Montag, 16.4.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO