Schneeverhältnisse 1.4.2020
1.04.2020
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verklebter Frischschnee mit Wind
Einschätzung der Lawinengefahr
Die Lawinengefahr liegt oberhalb ca. 1700 m Seehöhe MÄSSIG, Stufe 2, tiefer hin GERING, Stufe 1. Eine Lawine können Sie bei erheblicher Mehrbelastung der Schneedecke auf steileren Hängen mit Windschnee auslösen. An windexponierten Stellen besteht Lawinengefahr durch Abrutschen auf alter und vereister Schneedecke. Tiefer liegt sie aufgrund geringer Schneedecke gering.
Schneeverhältnisse
Die oberste Schicht, die am Sonntag und Montag gefallen ist, ist weich, aber der Schnee ist vielerorts bis auf die alte, harte Basis verweht. Windschnee liegt meist auf Süd- und Westhängen. Windexponierte Lagen sind hart und teils vereist.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist klar, tagsüber bildet sich flache Kumulusbewölkung, einige Gipfel können zeitweise bewölkt sein. Meist schwacher Wind aus nördlichen Richtungen. Temperaturen unter null. Morgen überwiegend klar mit etwas flachem Kumulus. Im Hochgebirge schwacher Nordwestwind, tiefer schwacher Wind aus südlichen bis westlichen Richtungen. Schneefallgrenze steigt tagsüber auf ca. 1400 m Seehöhe. Freitag anfangs meist klar, dann Zunahme der Bewölkung. Gipfel zeitweise bewölkt. Schwacher Wind. Noch etwas wärmer, Schneefallgrenze voraussichtlich um 1800 m Seehöhe. Am Wochenende trockenes Wetter anhaltend.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Lawinengefahr wird sich in den nächsten Tagen kaum ändern. Ab Freitag wird durch etwas wärmere Luftmassen und Sonnenschein die Schneedecke an sonnigen Lagen tagsüber weich und nachts wieder gefroren. Es bildet sich Kruste. Im Schatten wandelt sich der Schnee nur langsam um. Besonders morgens und vormittags Rutschgefahr an verwehten Stellen.
Nächste Ausgabe: Freitag, 3. 4. 2020
Quelle: ARSO