Schneeverhältnisse 14.2.2022
14.02.2022
Allgemeiner Gefahrengrad - Montag, 14. 2. 2022
Gefahr ist Stufe 1 auf der europäischen 5-stufigen Skala - GERING.
Hauptproblem: Windplatte, Neuschnee, schwache Schichten
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Frostperiode
Risikobewertung
Lawinengefahr ist meist GERING, Stufe 1. Besonders an windfreigeblasenen und daher vereisten Stellen besteht grosse ABRUTSCHGEFAHR. Die Schneedecke ist meist stabil. Nur an steilen, schattigen Hochgebirgshängen gibt es seltene Stellen mit einzelnen alten Platten, die unter hoher Belastung abrutschen können. Schneeverhältnisse und Lawinenlage werden sich durch neuen Schnee zu verändern beginnen.
Schneeverhältnisse
Schneeverhältnisse haben sich am Wochenende kaum verändert. Durch trockene und relativ kalte Luft in Höhenlagen blieb der Schnee trocken und meist vereist, nur in tieferen und sonnigen Lagen hat er sich tagsüber oberflächlich leicht angefeuchtet und nachts vereist. Die alte Schneedecke ist durch Wind und auf sonnigen Hängen auch Sonne stark umgewandelt, stellenweise Kruste vorhanden. Schneeverhältnisse wechseln rasch von Ort zu Ort. Viele kahle Flächen. Lokal liegt eine Eisschicht auf der Schneedecke oder dem Felsuntergrund. In schattigen Windschattenlagen und vor allem in Mulden liegen einige Zentimeter losen Schnees.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Heute bewölkt es sich rasch aus Südwest, anfangs noch etwas Klarheit in den Gebirgen im Norden und Osten. Tagsüber bewölkt und neblig. Vormittags setzen leichte Niederschläge ein, häufiger im Westen. Schneefallgrenze zunächst unter 800 m, tagsüber steigend. Mäßiger bis starker Südwestwind. Temperatur um 1500 m mittags ca. -2, um 2500 m ca. -6 °C. Dienstag bewölkt und neblig. Niederschläge verstärken sich vormittags im Westen und breiten sich bis mittags über alle Gebirge aus. Nachmittags Nachlassen auf lokale Schauer. Schneefallgrenze zwischen 800 und 1300 m ü. M. Tiefer im Gebiet der östlichen Julischen Alpen und westlichen Karawanken, wo es bis in die Täler schneit. Zunächst mäßiger bis starker Wind aus südlichen Richtungen, abends schwacher bis mäßiger Nordwind. Temperatur um 1500 m ca. -1, um 2500 m ca. -6 °C. Mittwoch zunächst Aufklarung. Niedrige Bewölkung bis ca. 1000 m ü. M. Mittags mäßige Bewölkung aus Nordwest, Gipfel zeitweise in Wolken. Schwacher bis mäßiger Westwind, nachmittags etwas stärker. Temperatur um 1500 m ca. -2, um 2500 m ca. -7 °C.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Heute verändern sich die Schneeverhältnisse noch nicht wesentlich, Schnee bleibt meist hart und vereist. Nur in tieferen Lagen unter ca. 1000 m angefeuchtet. Mittwoch nach längerer meist trockener Zeit reichlicher Schneefall erwartet. Am meisten Schnee in westlichen und südlichen Julischen Alpen 30 bis 50 cm, sonst im Julischen Alpen-Raum und westlichen Karawanken 20 bis 40 cm, im Gebiet Kamnik-Savinja-Alpen und östlichen Karawanken 10 bis 30 cm. Schnee nass unter ca. 1300 m ü. M., höher trockener. Da auf harten und teils vereisten Untergrund, haftet Neuschnee schlecht. Schwache Schicht zwischen altem und neuem Schnee. Während Schneefall mäßiger bis starker Südwind, der vor allem an Nordhängen Platten aufbaut. Lawinengefahr steigt auf BEDEUTEND Stufe 3 oberhalb ca. 1500 m im Julischen Alpen-Raum und westlichen Karawanken, tiefer und sonstiges meist MÄSSIG Stufe 2. Nächster Lawinenbericht Mittwoch, 16.2.2022.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 16. 2. 2022
Quelle: ARSO