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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 14. 3. 2024

Schneeverhältnisse 14. 3. 2024

14.03.2024
Allgemeine Gefahrenstufe - Donnerstag, 14. 3. 2024
Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Frühlingssituation

Risikobewertung
Lawinengefahr ist MÄSSIG, Stufe 2. Schnee Decke meist stabil. Stabilität verschlechtert sich tagsüber auf allen ausgeprägten Südhängen, wo Nassschneelawinen ausgelöst werden können. In Hochgebirgsscharren ist Schnee noch trocken und stellenweise auf Reifkornschnee-Lagen gepresst - dort besteht Risiko für Auslösung einer Plattenlawine bei Zusatzbelastung.

Schneeverhältnisse
Bei warmem sonnigem Wetter wandelt sich die Schneedecke rasch um - besonders auf Südhängen, wo die Schneerinde bis zu den höchsten Gipfeln aufgerissen ist. Auf ausgeprägtesten Südhängen unter 2000 m ist die oberste Krustenlage schon dick genug gefroren, um Skifahrer und Fußgänger zu tragen. Im Waldschatten und in Scharren war das Einfrieren weniger intensiv, dort bricht die Kruste noch unter Fußgängern durch. Im Schatten ist Schnee im Hochgebirge noch trocken, aber vielfach verdichtet durch Windwirkung. Auf Hängen bis 2000 m Seehöhe lauert unter der Kruste feuchter schlecht gebundener Schnee. Morgens und vormittags ist Schneedecke auf Südhängen unter 2000 m stabil, da harte Kruste Belastung von Skifahrer und Fußgänger gut aushält ohne Überlastung tieferer Schichten. Auf Südhängen über 2000 m ist Schneedecke noch nicht dick genug gefroren, daher bleibt Risiko für Auslösung von Plattenlawinen bei Überlastung von Zacken vor allem nahe Graten. Tagsüber können auf ausgeprägtesten Südhängen (zuerst SJV-Hänge, dann S und zuletzt SW) Schneerinden bis zur Instabilität aufweichen. Dann und dort können Nassschneelawinen spontan oder bei Zusatzbelastung ausgelöst werden. In Hochgebirgsscharren sind Verhältnisse noch winterlich, bei Zusatzbelastung können durch vorhandene schwache Schichten (Reifkornschnee) auf nicht steilsten Hängen (unter ca. 50°) Plattenlawinen ausgelöst werden. Besonders nahe Graten ist Schnee stellenweise bis alte gefrorene Unterlage oder bis Eishaut (Refreeze) weggeweht, die sich bis 2200 m durch Regen vor einer Woche gebildet hat.

Erwartete Wetterentwicklung
Freitag und Samstag bewölkt; Freitag verdeckt Hochbewölkung die Sonne, Nachmittag niedrige Bewölkung im Mittelland von S und W Julier. Warm, 0-°C-Isotherme um 2500 m, +4°C bei 2000 m, +8°C bei 1500 m. Samstag bewölkt und neblig. Etwas kälter als Freitag mit 0-°C-Isotherme bei 2000 m. Leichter Niederschlag in Bergen, oberhalb 1800 m möglich einige cm Schnee. Sonntag früh aufklarend, nach sonnigem Vormittag wieder Bewölkung nachmittags. Wieder wärmer - ähnlich Freitag. Bis Samstagabend ruhige Atmosphäre mit wenig Wind; Samstagnachmittag Nordwestwind im Hochgebirge zunehmend, Sonntagvormittag vorübergehend schwächer, mittags moderater Westwind.

Tendenz Schneeverhältnisse
Ab Donnerstagnachmittag feuchtere Luft in Bergen, auch bewölkt, daher nächtliches Oberflächeneinfrieren der Schneedecke besonders unter 2000 m weniger intensiv. Dort können Freitags, besonders bei Regen Samstags, spontan Nassschneelawinen abgehen. Umwandlung durch höhere Temperaturen auch an Nordhängen intensiver, schlecht gebundener trockener Schnee (Graupel) verklebt sich allmählich. Neuer Schnee Samstags beeinflusst Lawinenauslösungsgefahr nicht, Regen unter Schneefallgrenze verschlechtert Schneedeckenstabilität leicht.

Nächste Ausgabe: Sonntag, 17. 3. 2024

Quelle: ARSO
         
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