Schneeverhältnisse 16.12.2019
16.12.2019
Die Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Windschnee, Nasses Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge oberhalb etwa 1800 m ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer MODERAT, 2. Stufe. Am Sonntag hat es sich in den Bergen erwärmt, der Neuschnee ist nass geworden. Die Temperatur ist heute noch etwas gestiegen, weshalb sich Nassschneelawinen spontan lösen können. Es gibt viele Wechten und Lawinenfelder, die sich besonders auf steileren Hängen auch unter geringer Belastung der Schneedecke lösen können.
Schneeverhältnisse
Nach dem Schneefall am Freitag hat am Samstag starker Wind Platten und Krusten gebildet. Am Sonntag hat es sich auch deutlich erwärmt, der Neuschnee hat sich schnell umgewandelt und im Mittelgebirge auch geschmolzen. Die Lawinengefahr hat ZUGENOMMEN, besonders gefährdet sind Hänge mit Windschnee, wo sich Nassschneelawinen, die schlecht mit dem Untergrund verbunden sind, spontan lösen können.
Erwartete Wetterentwicklung
In den Bergen wird es in den nächsten Tagen bewölkt und neblig sein. Besonders in den westlichen Julischen Alpen und auf dem Snežnik schwache bis mäßige Niederschläge, anderswo kleine Mengen. In den tieferen Hügeln im Osten gelegentlich auch teilweise sonnig. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 2200 m ü. M., gelegentlich sogar höher. Auf 1500 m ca. 5, auf 2500 m ca. 0 °C. Es weht mäßiger bis starker Südwestwind.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke stabilisiert sich unter 2200 m schrittweise, der Schnee schmilzt besonders im Mittelgebirge rasch und wird dünner. Die Lawinengefahr NIMMT AB. Im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m bleibt sie MODERAT, 2. Stufe. Noch gefährlich bleiben steile Hänge mit Windschnee und durchweichtem Schnee, wo unter Belastung Lawinen ausgelöst werden können. Bei möglichen größeren Mengen Neuschnee steigt die Lawinengefahr im Hochgebirge der westlichen Julischen Alpen am Mittwoch leicht an.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 19. 12. 2019
Quelle: ARSO