Schneeverhältnisse 16.3.2015
16.03.2015
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge, insbesondere in schattigen Lagen, meist 2. Stufe; anderswo 1. Stufe.
Die Schneedecke ist recht stabil. Eine Lawine kann nur bei starker Belastung der Schneedecke ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen mit windgepresstem Schnee, besonders in Mulden, instabiler sind auch sonnige Hänge mittags und früh am Nachmittag.
Das Risiko durch windgepressten Schnee besteht besonders auf schattigen Hängen noch primär durch schlechte Bindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Unterlage und oberer Schneeschicht, auf sonnigen Hängen wird die Schneedecke jedoch tagsüber an Stellen mit windgepresstem Schnee durch Sonneneinwirkung bzw. Tageserwärmung etwas instabil.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen war es recht sonnig besonders samstags, sonntags mehr Bewölkung. Samstags hat sich unter Sonneneinwirkung auf sonnigen Hängen und Flächen die Schneedecke tagsüber aufgeweicht und nachts wieder gefroren. Sonntags hatte die Sonne keinen nennenswerten Einfluss. Die Schneehöhengrenze lag bei ca. 1000 m ü. NN. Im Hochgebirge und in schattigen Lagen blieb der Schnee meist gefroren und trocken. Die Schneedecke hat sich besonders auf sonnigen Hängen weiter stabilisiert.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. Auf 2500 m ü. NN in den Julischen Alpen liegt ca. 190 cm Schnee, auf 1500 m ca. 100 cm. Anderswo in unseren Bergen etwas weniger.
Erhebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1000 m ü. NN, auf sonnigen Hängen höher.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die teilweise Tragewicht trägt. Tagsüber wird Schnee auf sonnigen Hängen weich. In geschützten schattigen Hochgebirge-Lagen ist Schnee stellenweise noch weich, auf exponierteren Lagen mit windgeformter Kruste bedeckt. Viele Verwehungen und Platten, die besonders in schattigen Lagen noch etwas labil sind. Grate und windexponierte Lagen sind stark vereist und daher oft hart und vereist, teils blank.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist bewölkt, stellenweise im westlichen Teil unserer Berge oberhalb ca. 900 m leichter Schneefall. Wind schwach, meist ostwärts. Schneehöhengrenze bei ca. 1200 m ü. NN. Schneedecke weicht nur im Mittelgebirge etwas auf. Morgen Aufklarung, keine größeren Temperatur- und Windänderungen erwartet.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Lawinengefahr ändert sich im größeren Teil unserer Berge nicht. Morgen tagsüber weicht Schneedecke auf sonnigen Hängen etwas auf und friert nachts zu, aber wegen Bewölkung nicht überall. In Hochgebirgsmulden bleiben Schneeverhältnisse unverändert. Besonders auf windexponierten Lagen, morgens und vormittags auch auf sonnigen Hängen, Gleitrutschgefahr.
Spontanes Abgehen nicht erwartet.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 18.3.2015.
Quelle: ARSO