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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 16.3.2016

Schneeverhältnisse 16.3.2016

16.03.2016
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR



Lawinengefahr ist 2. Stufe.



Die Schneedecke hat sich bereits etwas stabilisiert. Bei Sonnwetter schmilzt und weicht der Schnee tagsüber auf sonnigen Hängen, weshalb nachmittags auf steilen, grasbewachsenen Hängen Grundlawinen möglich sind. An Nordhängen im Hochgebirge ist der Schnee noch schlecht umgewandelt, weshalb die oberen Schichten noch schlecht mit den darunterliegenden verbunden sind. Viel Plattenbildung. Eine Lawine kann durch starke Mehrbelastung der Schneedecke ausgelöst werden, besonders auf steilen Hängen und Stellen mit windverfrachtetem Schnee.





SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND



In den Bergen ist bis heute Morgen bei stark lokal begrenzten Niederschlägen stellenweise bis 10 cm Neuschnee gefallen. Trotz Bewölkung ist die Oberfläche durch relativ niedrige Temperaturen teilweise vereist. Starker Wind hat in den vergangenen Tagen vor allem im Hochgebirge Schnee weiter in Verwehungen transportiert.



In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken sind auf 2500 m 340 bis ca. 430 cm Schnee, auf 1500 m 210 bis ca. 320 cm, auf 1000 m 20 bis ca. 60 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 80 bis ca. 140 cm Schnee, weniger nach Osten. Erhebliche Schneedecke beginnt in ca. 800 m Seehöhe, in Mulden noch tiefer.



Der Zustand der Schneedecke ist recht unterschiedlich. Tiefer unten ist der Schnee meist südseitig. Höher vor allem auf sonnigen Hängen und windoffenen Lagen krustig überzogen, stellenweise hart. Nur in geschützten schattigen Mulden noch weich und trocken. Viele Verwehungen und Platten. Auf windoffenen Lagen ist der Schnee stark verdichtet. Auf sonnigen Hängen viel Zucker-Schnee, der bei der Erwärmung Ende der Woche auch in tieferen Lagen die Gefahr von Grundlawinen erhöhen wird, besonders auf steileren Hängen.





ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG



Mittwoch meist bewölkt und stellenweise neblig. Gelegentlich kann es noch leicht schneien. Hier und da im Westen kann sich etwas Sonne zeigen. Schwacher bis mäßiger Ostwind. Temperatur auf 1500 m ca. -5, auf 2500 m mittags ca. -10 °C. Schneefallgrenze auf ca. 800 m Seehöhe.



Donnerstag vormittags nur stellenweise bewölkt, tagsüber überall Aufklarung. Schwacher Ostwind. Temperatur auf 1500 m ca. -1, auf 2500 m mittags ca. -6 °C. Schneefallgrenze steigt bis nachmittags auf ca. 1200 m.



Sonnig und zunehmend wärmer auch Freitag, Schneefallgrenze steigt auf 2000 m Seehöhe!





TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE



Die Schneedecke wird sich langsam setzen und umwandeln. In den nächsten Tagen unter Einfluss von Sonne und rasch steigenden Tagestemperaturen taut sie ab und wird auf sonnigen Hängen vorübergehend labiler (!), auch in schattigen Lagen wird sie allmählich höher weicher. Nachts friert die Schneedeckenoberfläche wieder ein.



Wegen des erwarteten guten Wetters gegen Wochenende wird es voraussichtlich auch mehr Berggänger geben,

die Möglichkeiten zur Lawinenauslösung werden trotz Setzen und Umwandlung der Schneedecke vielfältig sein:

von spontanen kleinen Lawinen - auch Grundlawinen - nassen Schnees tagsüber besonders auf südlichen steileren Hängen

bis hin zu Plattenlawinen von windverfrachtetem Schnee vor allem in hochgebirgigen Mulden, die durch schwache Schichten in der alten Schneedecke bereits bei mäßiger Belastung ausgelöst werden können.





Nächster Bericht wird am FREITAG, 18.3.2016 vormittags herausgegeben.



Quelle: ARSO
         
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