Schneeverhältnisse 16.3.2020
16.03.2020
Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Nassschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr liegt derzeit oberhalb von ca. 1500 m ü. NN MODERAT, 2. Stufe, tiefer gering, 1. Stufe. Ein Lawinenabbruch ist bei starker Belastung der Schneedecke vor allem auf steileren Hängen und windbelasteten Stellen möglich. Bei tagweiser Erwärmung und sonnigem Wetter steigt mittags und nachmittags die Möglichkeit von Nassschneelawinen.
Schneeverhältnisse
Im Hochgebirge ist reichlich Schnee vorhanden, unter ca. 1500 m nimmt er rasch ab. Die Schneeverhältnisse sind sehr unterschiedlich. Die Schneedecke war am Wochenende vereist, bei der Erwärmung taut sie tagsüber auf und friert nachts zu. Nur in schattigen Hochlagen bleibt der Schnee tagsüber vereist oder trocken. Viel windgepresster Schnee und Platten. An sonnigen Hängen ist der Schnee krustig und etwas weniger als in schattigen Lagen, wo er im Hochgebirge stellenweise noch weich ist.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute klar, Temperaturen meist knapp über null. Schwacher Südwestwind. Morgen ab Mittag und Nachmittag allmählich Bewölkung, Wolkenbasis abends über Gipfeln. Schwacher Nord- bis Ostwind. Etwas wärmer. Mittwoch vormittags Aufklarung, tagsüber flache Kumuluswolken. Schwacher Nordostwind. Donnerstag und Freitag fortgesetzt warm und verhältnismäßig sonnig.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Schnee taut tagsüber auf und friert nachts zu. Wegen Erwärmung und Sonne steigt die Lawinengefahr besonders von mittags bis spätnachmittags, nachts und morgens ist die Schneedecke stabiler, Kruste verstärkt sich. Nur in schattigen Hochlagen bleibt Schnee schwach umgewandelt und meist trocken. Langfristig stabilisiert sich die Schneedecke langsam. Vorsicht besonders auf steilen Südhängen bei hohen Tagestemperaturen.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 19. 3. 2020
Quelle: ARSO