Schneeverhältnisse 18.2.2019
19.02.2019
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr in den Bergen liegt vor allem oberhalb ca. 1500 m MÄSSIG, Stufe 2, steigt jedoch tagsüber durch Sonne und Erwärmung auf sonnigen Hängen überall AN. Vor allem mittags und nachmittags können von steilen, grasbewachsenen Hängen Grundlawinen abgehen. Im Hochgebirge sind noch Windverfrachtungen, Platten und Krusten vorhanden. Besonders gefährlich sind Stellen mit Windschnee an schattigen und steileren Hängen oberhalb der Waldgrenze, dort kann eine Lawine bei mäßiger Belastung des Schneedeckens ausgelöst werden. Am meisten Platten an Nord- und Ostseiten von Graten und Sätteln sowie auch Südhängen, wo der Schnee aber durch wärmeres Wetter früher mit dem Untergrund verbunden hat.
Schneelage
Sonniges und milderes Wetter hat das Absetzen und Umwandeln der Schneedecke hauptsächlich auf sonnigen Hängen beschleunigt. Schnee friert nachts, tagsüber weicht er auf sonnigen und teils schattigen Lagen auf. Im Schatten des Hochgebirges ist Schnee noch meist weich, stellenweise Kruste vorhanden. An exponierten Stellen abgeschliffen bis feste Basis. Besonders im Mittelgebirge und tieferen Lagen hat sich das Sintern beschleunigt. In tieferen Lagen tagsüber weich und nass. Unterschiede zwischen Sonne und Schatten nehmen zu.
Wetterentwicklung
Montag und Dienstag meist klar, an südlichen Ausläufern der Julischen Alpen und in den Notranjska-Hügeln ab Dienstag Wolkenbildung. Mittwoch mehr Hochnebel auch anderswo. Meist schwacher Westwind, Dienstag vorübergehend etwas stärker. Temperatur auf 1500 m Montag ca. 8, auf 2500 m ca. 5, Dienstag und Mittwoch allmählich etwas kälter, auf 1500 m auf ca. 4, auf 2500 m auf ca. -1 °C. Luftmasse meist noch recht trocken.
Tendenz Schneelage
Schneedecke wandelt sich auf sonnigen Hängen schnell um und taut im Mittelgebirge. Vor allem mittags und nachmittags möglich Grundlawinen von steilen, vorwiegend grasbewachsenen Hängen. Nachts friert Schnee meist zu. Umwandlungsprozess langsamer im Hochgebirge, besonders schattigere Bereiche wo Verhältnisse weitgehend gleich bleiben. Lawinengefahr meist MÄSSIG Stufe 2, tagsüber aber besonders auf sonnigen Hängen ANSTEIGEND. Im Hochgebirge bleiben Windschnee-Stellen gefährlich, vor allem im Schatten wo Umwandlung langsam erfolgt.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 21. 2. 2019
Quelle: ARSO