Schneeverhältnisse 18.3.2015
18.03.2015
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge, insbesondere in schattigen Lagen, meist 2. Stufe; anderswo 1. Stufe.
Die Schneedecke ist recht stabil. Eine Lawine kann nur bei stärkerer Belastung der Schneedecke ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen mit verharschtem Schnee, besonders in Mulden, instabiler sind auch sonnige Hänge mittags und früh nachmittags.
Das Risiko ist durch den verharschten Neuschnee etwas höher in Höhen über ca. 1200 m in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, wo der Neuschnee schlecht mit der krustigen Unterlage verbunden ist. Anderswo ist das Risiko etwas höher nur auf schattigen Hängen, noch immer hauptsächlich wegen der schlechten Verbindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Unterlage und oberer Schneeschicht, auf sonnigen Hängen wird die Schneedecke an Stellen mit verharschtem Schnee tagsüber etwas instabil durch Einfluss der Sonne bzw. tagliche Erwärmung.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen schneite es am Montag leicht. In den Juliern und westlichen Karawanken fielen 10 bis 20 cm Schnee, anderswo in unseren Bergen nur ca. ein Zentimeter oder gar nichts. Die Schneefallgrenze lag bei ca. 1000 m Seehöhe. Der Neuschnee hat sich schlecht mit der krustigen Unterlage verbunden. Ost- bis Nordwind hat den Neuschnee an exponierten Stellen in Verwehungen geblasen. Dienstag war meist sonnig. Die Schneefallgrenze stieg auf ca. 1600 m Seehöhe, bis heute Morgen sank sie auf ca. 1400 m. Die Schneedecke nässte sich tagsüber besonders an Südhängen, in schattigen Lagen blieb sie vereist und trocken.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. In den Julischen Alpen bis 200 cm Schnee auf 2500 m Seehöhe, auf 1500 m bis 110 cm. Anderswo in unseren Bergen weniger Schnee.
Erhebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1000 m Seehöhe, an Südhängen höher.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die teilweise das Gewicht eines Menschen trägt. Tagsüber wird Schnee an Südhängen weich. In Gebieten, wo es am Montag schneite, ist Schnee besonders in schattigen Lagen noch weich, anderswo mit dünner Kruste bedeckt. Viele Verwehungen und Platten, die besonders in schattigen Lagen etwas labil sind. Grate und windexponierte Lagen sind stark ausgefegt, daher meist hart und vereist, auch kahl.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute und morgen teilweise klar mit gelegentlicher mäßiger Bewölkung. Wind schwach, meist ostwärts, im Hochgebirge nordwärts. Schneefallgrenze bei ca. 1400 m Seehöhe, bis Freitagmorgen keine größeren Änderungen.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Lawinengefahr ändert sich im größeren Teil unserer Berge nicht. Die Schneedecke nässte tagsüber an Südhängen und friert nachts ein. In Mulden des Hochgebirges bleiben Schneeverhältnisse unverändert. Besonders an windexponierten Lagen, morgens und frühvormittags auch an Südhängen, Gleitrisiko.
Spontanes Lawinenabgang wird nicht erwartet.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 20.3.2015.
Quelle: ARSO