Schneeverhältnisse 19.1.2015
19.01.2015
In der Nacht auf Samstag und am Samstag gab es Niederschläge, am meisten im westlichen Slowenien. Zunächst lag die Schneefallgrenze hoch, über 1800 m, dann sank sie allmählich etwas unter 1500 m. Im Hochgebirge der Julischen Alpen fiel ca. 50 cm Neuschnee, mit abnehmender Höhe nimmt der neue Schnee jedoch rasch ab, um 1500 m nur wenige Zentimeter. Verstärkter Südwestwind hat Windpackungen und Cornices gebildet. Am Sonntag war es recht sonnig, die Hangtaugrenze lag um 1400 m ü. M., bis heute Morgen sank sie auf ca. 1000 m.
Auf 2500 m ü. M. liegt in den Julischen Alpen bis ca. 140 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 30 cm, anderswo bis ca. 20 cm.
Unter 1500 m nimmt der Schnee rasch ab.
Die Schneedecke im Hochgebirge ist weich und locker und sackt tief ein. Viele Windpackungen vor allem an Nord- und Ostseiten der Grate. Tiefer ist der Schnee vereist, teils krustig oder hart. Unter ca. 1400 m meist keine Schneedecke.
Die Lawinengefahr hat sich im Hochgebirge der Julischen Alpen und der westlichen Karawanken auf Grad 3 erhöht, anderswo Grad 1.
Die Schneedecke im Hoch-Julischen Alpen ist potenziell instabil. Es schneite auf krustige Unterlage und die Bindung zwischen Neu- und Altschnee ist schwach. Eine Lawine kann bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden, besonders auf steileren Hängen und windbelasteten Stellen. Von steilen Hängen können zunächst kleinere und mittelgroße Lawinen von lockerem oder teilweise haftendem Schnee abgehen. Tiefer ist die Schneedecke stabil.
Heute und morgen trockenes, teils sonniges Wetter. Die Nullgradgrenze ändert sich kaum. Im Hochgebirge bildet der Südwestwind an exponierten Stellen noch Windpackungen. Mittwoch und Donnerstag vorübergehend leichte Niederschläge. Nullgrad um 1400 m ü. M., Schneefallgrenze etwas tiefer. Bis Freitag bis max. 10 cm Neuschnee, was die Lawinenlage kaum beeinflusst.
Der am Wochenende im Hochgebirge gefallene Schnee setzt sich langsam und wandelt sich um. Das Lawinenrisiko bleibt dort noch einige Tage auf Grad 3.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 23.1.2015.
Allgemeine Lawinengefahr Grad 3 auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Quelle: ARSO