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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 19. 12. 2024

Schneeverhältnisse 19. 12. 2024

19.12.2024
Allgemeine Gefahrenstufe - Donnerstag, 19. 12. 2024
Die Gefahr liegt auf Stufe 1 der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: günstige Bedingungen, windverfrachteter Schnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter Frischschnee mit Wind
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost

Risikobewertung
Bis Montag ziehen zwei Wetterstörungen über uns hinweg, die außer im Hochgebirge der Westlichen und Südlichen Julischen Alpen nicht viel neuen Schnee bringen werden. Lawinengefahren treten dennoch vor allem durch deutliche Abkühlung und starken Nordwind auf. Neue Schneelagerungen entstehen hauptsächlich an sonnigen Hängen, wo bereits alte gefrorene Basis vorhanden ist - dort steigt die Wahrscheinlichkeit von Plattenlawinen. Die allgemeine Lawinengefahrenstufe liegt daher von Freitag bis Montag MÄSSIG, Stufe 2.

Schneeverhältnisse
Durch deutliche Erwärmung in Höhenlagen kam es zu einem starken Temperaturwechsel, Temperaturen über dem Gefrierpunkt bis zu den höchsten Gipfeln. Die Luft in den Bergen ist sehr trocken und warm, weshalb sich der Schnee auf Südhängen und Nordhängen deutlich unterschiedlich umwandelt. Bestehender Schnee an Südhängen wird tagsüber matschig und taut, nachts leicht vereist. In schattigen Lagen meist trocken oder vereist. Wenig Schnee, meist in Verwehungen. Besonders in schattigen Lagen, aber überall morgens, kann die Basis vereist sein.

Erwartete Wetterentwicklung
Auf der adriatischen Seite der dinarisch-alpenischen Barriere ist das Mittelgebirge unter 1500 m bereits in niedriger Bewölkung, höher und anderswo in den Bergen noch meist klar. Mittags breitet sich die Bewölkung nach Osten aus, dann erscheinen im Westen leichte Niederschläge. Schneefall über 1800 m. Leichte Niederschläge breiten sich spät nachmittags mit Zunahme des Südwestwinds auch nach Zentral Slowenien aus. Mitternacht zu Freitag verstärken sich die Niederschläge mit Ankunft der Kaltfront aus Norden und breiten sich landesweit aus. Schneefallgrenze sinkt unter 1000 m, im Süden noch tiefer. Meiste Schnee in Westlichen und Südlichen Julischen Alpen, bis 50 cm Neuschnee über 1800 m, tiefer bis 30 cm. Sonst weniger, bis 30 cm Schnee. Freitagvormittag lassen Niederschläge nach, zuerst im Norden. Bewölkt, starker Nordwind, an exponierten Stellen bis abends über 100 km/h. Abends Aufklarung von Nordwesten. Samstag sonnig mit etwas hoher Bewölkung vormittags. Nordwind geht bis morgens etwas zurück. Kälter, 0-°C-Isotherme um 1000 m. Nacht Samstag auf Sonntag klar. Sonntagmorgen Südwestwind zunnehmend, tagsüber von Westen zunehmend bewölkt, vorübergehend milder. Abends leichte Niederschläge im Westen, Schnee über 800 m. Niederschläge nehmen in der Nacht auf Montag etwas zu und breiten sich ostwärts aus. Schneefallgrenze wahrscheinlich bis in Tieflagen, aber wenig Niederschlag - unter 800 m einige cm Schnee möglich. Mehr Niederschlag an der Dinarischen Barriere und in Westlichen und Südlichen Julischen Alpen, bis 20 cm Neuschnee über 800 m. Während Niederschlägen mäßiger Südwestwind, Montagvormittag starker Nordwind. Wieder kälter.

Tendenz der Schneeverhältnisse
Auf alte warme Schneedecke fällt neuer trockener Schnee, den starker Nordwind bei deutlicher Abkühlung reichlich umlagert. In Luvseiten, vor allem südlich der Grate, entstehen windverfrachtete Schneeareale. An sonnigen Hängen im Hochgebirge liegt bereits alte vereiste Basis vor, mit der neuer oder verfrachteter Schnee schlecht haftet. Dort besonders steigt die Wahrscheinlichkeit von Plattenlawinen, auch bei geringer Belastung auslösbar. Windexponierte Stellen bleiben ausgefegt, stellenweise bis alte vereiste Basis, die für sicheres Gelände geeignete Winterausrüstung erfordert.

Nächste Ausgabe: Montag, 23. 12. 2024

Quelle: ARSO
         
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