Schneeverhältnisse 1. 1. 2024
1.01.2024
Allgemeine Lawinenwarnstufe - Montag, 1. 1. 2024
Die Gefahr beträgt Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Neuschnee, ventschnee
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Kälteperiode
Gefahrenmuster: Kruste mit Schnee bedeckt
Einschätzung des Risikos
Die Lawinengefahr im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m ü. NN ist BEACHTLICH, Stufe 3, tiefer MODERAT, Stufe 2. Besonders gefährlich sind steile Hänge im Hochgebirge, wo der Neuschnee sich nicht gut mit dem harten Untergrund verbunden hat, zudem haben durch starken Südwestwind zahlreiche Verwehungen entstanden. Im Schneeprofil gibt es stellenweise dünne instabile Schichten aus Reifkörnerrägeln oder Reifkristallen. Im Mittelgebirge ist weniger Schnee, er war auch feuchter und besser verbunden, daher ist dort die Gefahr geringer. Neben der Gefahr, selbst eine Lawine auszulösen, sind im Hochgebirge von steilen Hängen spontane Lawinen von trockenem, lockerem Schnee möglich.
Schneeverhältnisse
Im Hochgebirge der Julischen Alpen ist bis ca. 50 cm Neuschnee gefallen, anderswo bis ca. 30 cm, im Mittelgebirge meist 10 bis 20 cm. Der Neuschnee ist locker und weich, an windexponierten Stellen stark verweht. Die alte Basis, die nur an windexponierten Stellen an der Oberfläche liegt, ist krustig, stellenweise hart. Verwehungen sind vor allem auf Nord- und Osthängen entstanden, gegen Ende der Niederschläge auch auf Südseiten von Graten und Pässen.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute nachmittags teils Aufklarung, aber dichte Altostratuswolken. Wind nimmt ab. Morgen mäßig bis meist bewölkt, einige Gipfel zeitweise in Wolken. Südwestwind nimmt zu und wird nachmittags schon recht stark. Mittwoch vormittags bewölkt, in den Hügeln Nordprimorskas und Notranjske sowie im südlichen Vorland der Julischen Alpen Niederschlag, Schneefallgrenze zwischen 1200 und 1600 m ü. NN. Verstärkter West- bis Südwestwind. Nachmittags teils Aufklarung. Donnerstag trocken und in den Bergen recht sonnig, bewölkter im Vorland der Julier sowie in den Hügeln Notranjske und Nordprimorskas. Südwestwind.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Der Neuschnee wird sich in den nächsten Tagen allmählich setzen und verbinden. Der Südwestwind wird ihn vor allem im Hochgebirge in Verwehungen treiben. Oberflächlich bildet sich im Mittelgebirge durch Schmelze und Einfrieren Kruste, im Hochgebirge hauptsächlich durch Wind, weshalb in geschützten Lagen dort der Schnee weich bleibt. Die Lawinengefahr WIRD SICH LANGSAM VERMINDERN. Besonders gefährlich sind Lockerschnelläufen auf steilen Hängen im Hochgebirge, Verwehungen vereisen, daher dort Gleitrutschgefahr. Neue Niederschläge und ausgeprägtere Änderung der Lawinen- und Schneeverhältnisse ab Freitag erwartet.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 4. 1. 2024
Quelle: ARSO