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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 20.11.2019

Schneeverhältnisse 20.11.2019

20.11.2019
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.

Hauptproblem: Windschnee

Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, unverbundener frischer Schnee mit Wind



Einschätzung des Risikos

Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m ü. M. ERHEBLICH, 3. Stufe, unter 1800 m und sonst in unseren Bergen meist GERING, 1. Stufe. Mittelgroße und kleinere Lawinen von unverbundenem und teilweise verbundenem Schnee können sich von ausreichend steilen Hängen lösen. Viele Windpackungen und Überhänge, die sich bereits bei geringer Belastung des Schneebretts lösen können. Von steilen grasbewachsenen Hängen können sich auch einzelne Grundlawinen lösen.



Schneeverhältnisse

Seit Montag sind bei gelegentlichen Niederschlägen in den Julischen Alpen bis 20 cm Schnee gefallen, anderswo bis 10 cm. Die Schneefallgrenze lag meist unter 1500 m. Der Wind hat etwas nachgelassen, transportiert aber noch Schnee auf exponierte Lagen. Die Nullgradgrenze liegt heute bei ca. 2000 m ü. M. Oberhalb ca. 1900 m ist der Schnee locker und weich und lässt sich tief einsinken. Tiefer hat er sich durch positive Temperaturen bereits etwas abgesetzt, unter ca. 1700 m taut er auch. Viele Windpackungen und Überhänge, windexponierte Stellen sind stark ausgefegt, dort gibt es stellenweise auch Kruste.



Erwartete Wetterentwicklung

Bewölktes Wetter mit gelegentlichen leichten Niederschlägen wird vorherrschen. Heute häufiger im östlichen Teil unserer Berge, am unwahrscheinlichsten in den westlichen Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Mäßiger Wind aus Ostrichtungen. Schneefallgrenze zwischen 1400 und 1700 m ü. M., im Oberen Save-Tal noch tiefer. Morgen gelegentliche leichte Niederschläge vor allem im Westen, Freitag zunächst dort, breiten sich aber langsam über Zentral Slowenien aus. Schneefallgrenze meist zwischen 1000 und 1300 m. Südwestwind, Freitag stärker südlich.



Entwicklungstendenz der Schneeverhältnisse

Die Schneedecke setzt sich im Hochgebirge nur langsam ab und wandelt sich um. Neuer Schnee fällt nicht viel und beeinflusst die Lawinenlage nicht wesentlich. Der Wind transportiert auf exponierten Lagen noch Schnee und bildet neue Windpackungen. Im Mittelgebirge setzt sich die Schneedecke schneller ab und taut tiefer langsam auf. Die Lawinengefahr nimmt im Hochgebirge nur langsam ab, da Temperaturen meist unter Null liegen, keine Sonne scheint, Wind akkumuliert noch Schnee. Besonders gefährlich bleiben Stellen mit Windschnee auf steileren Hängen, wo sich noch spontan Plattenlawinen und auch Pulverlawinen lösen können. Eine Lawine kann sich an Stellen mit Windschnee bereits bei geringer Belastung der Schneedecke lösen. Wir empfehlen große Vorsicht!



Nächste Ausgabe: Freitag, 22.11.2019



Quelle: ARSO
         
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