Schneeverhältnisse 20.1.2020
20.01.2020
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünfstufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verharschter Schnee, nasser Schnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr in Gebirgen über 1800 m NN ist MÄSSIG, Stufe 2, tiefer gering. Lawinenlage hat sich nicht wesentlich verändert. Gefährlicher können nur steile Südhänge sein, wo kleine Flächen mit Windschnee sind. Dort können kleine Plattenlawinen ausgelöst werden. Aufgrund harter und teils vereister Oberfläche besteht erhöhtes Rutschrisiko.
Schneelage
Samstag gab es leichten Schneefall. In den Julischen Alpen bis 10 cm Neuschnee, anderswo nur Zentimeter. Dazu moderater Nordwind, der an exponierten Stellen Schnee bis zur harten Unterlage weggeblasen hat. Vor allem an Südhängen entstanden kleine Flächen mit Windschnee. Noch immer ausgedehnte Bereiche mit krustigem und hartem Schnee. Alter Schnee besonders an sonnigen und windexponierten Hängen trägt Personengewicht. Erhöhtes Rutschrisiko besteht jedoch. Über 2200 m in schattigen Lagen noch Flächen mit schlecht umgewandeltem Schnee, der auch weich ist. Viel Windschnee in Form von Verwehungen und Polstern.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute teilweise klar mit zeitweiliger zunehmender Bewölkung, einige Gipfel zeitweise bewölkt. Mäßiger Nordostwind. Temperatur mittags bei 1500 m ca. -6, bei 2500 m -11 °C. Dienstag meist klar. Schwacher Wind wechselnder Richtung. Nach und nach wärmer, mittags bei 1500 m ca. 3, bei 2500 m ca. 0 °C. Mittwoch größtenteils klar. Zunächst schwacher bis mäßiger Westwind, abends schwacher bis mäßiger Nordwind. Mittags bei 1500 m ca. 7, bei 2500 m 3 °C.
Tendenz der Schneelage
Heute ändert sich durch Kälte die Lawinenlage nicht. Morgen wird es wärmer, vor allem an sonnigen Hängen friert die Oberfläche ein. Mittwoch noch wärmer, daher transformiert und taut Schnee an Nordhängen. Schneepack friert morgens durch klares Wetter ein, tagsüber weicht er auf. An ausgeprägten Nordhängen steigt Möglichkeit kleiner Nassschneelawinen. Steile grasbewachsene Hänge werden gefährlicher. An Südhängen keine größeren Veränderungen erwartet.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 23.1.2020
Quelle: ARSO