Schneeverhältnisse 20.3.2015
20.03.2015
Laugengefahr ist im Hochgebirge, insbesondere in schattigen Lagen, meist 2. Stufe; anderswo 1. Stufe.
Die Schneedecke ist recht stabil. Eine Lawine kann nur bei starker Belastung der Schneedecke ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen mit Schneeablagerungen, besonders in Mulden, instabiler sind auch Südhänge mittags und früh nachmittags.
Das Risiko ist durch aufgetriebenen Neuschnee etwas höher oberhalb ca. 1400 m in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Anderswo ist das Risiko nur auf schattigen Hängen etwas höher, weiterhin hauptsächlich wegen schlechter Bindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Basis und oberer Schneeschicht; auf Südhängen wird die Schneedecke an Stellen mit Schneeablagerungen tagsüber durch Sonne bzw. Tageserwärmung etwas instabil.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen war es meist sonnig. Die Schneegrenze lag bei ca. 1400 m. Die Schneedecke hat sich tagsüber besonders auf Südhängen aufgelöst, in schattigen Lagen blieb sie vereist und trocken.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. In den Julischen Alpen sind bei 2500 m bis 200 cm Schnee, bei 1500 m bis 100 cm. Anderswo in unseren Bergen weniger, bei 1500 m ca. 60 cm.
Erhebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1000 m, auf Südhängen höher.
AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
Die Schneedecke ist meist mit Kruste bedeckt, die teilweise das Gewicht eines Menschen trägt. Tagsüber wird Schnee auf Südhängen weich. Viele Verwehungen und Platten, die besonders in schattigen Lagen etwas labil sind. Grate und windexponierte Lagen sind stark ausgefegt, daher meist hart und vereist, teils blank.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist klar, nur in den Hügeln der nördlichen Primorska und Notranjska sowie westlichen Juliern gelegentlich etwas Bewölkung. Wind schwach. Morgen verstärkt sich der Südwestwind, Bewölkung nimmt von Westen zu. Sonntag bewölkt und neblig, vereinzelt Niederschlag, Schneefallgrenze bei ca. 800 m. Nachmittags lässt Niederschlag nach, im Westen lichtet es auf. Bis zu 10 cm Neuschnee möglich, mehr in Julischen Alpen und Karawanken, weniger anderswo. Bei dieser Menge steigt die Lawinengefahr nicht wesentlich.
TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Lawingenfahr ändert sich heute und morgen nicht. Schneedecke löst sich tagsüber auf Südhängen auf und friert nachts ein. In Mulden des Hochgebirges unverändert. Besonders an windexponierten Lagen, morgens und vormittags auch auf Südhängen, Gleitrutschgefahr. Sonntag ändert sich die Lawingenfahr durch geringe Niederschlagsmenge kaum.
Spontanes Abgehen wird nicht erwartet.
Nächster Bericht erscheint Montag, 23.3.2015.
Quelle: ARSO