Schneeverhältnisse 2.1.2020
2.01.2020
Die Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MAßIG.
Hauptproblem: verharschter Schnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m MAßIG, 2. Stufe, tiefer meist GEWISSENHAFT, 1. Stufe. Gefährlich sind steilere Hänge mit Schneeablagerungen, wo bei stärkerer Belastung eine Lawine auslösen kann. Tagsüber steigt besonders auf sonnigen und steilen grasigen Hängen die Gefahr von Nassschneelawinen. Unter ca. 1800 m ist deutlich weniger Schnee.
Schneeverhältnisse
Die Schneedecke ist besonders an sonnen- und windexponierten Lagen krustig und hart. Schnee auf Gipfeln und Graten ist stark vereist, oft bis auf den eisigen Untergrund. Die Schneedecke ist morgens vereist, tagsüber weicht sie jedoch an Südhängen auf. Oberhalb 2200 m und in schattigeren Bereichen gibt es noch Bereiche mit schlecht umgewandeltem Schnee. Vor allem an Südabhängen gibt es Verwehungen und Platten.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute klar. Es weht schwacher Südwest, der am Abend etwas auffrischt. Mittags Temperatur bei 1500 m ca. 6, bei 2500 m ca. 1°C. Freitag teils klar, zeitweise zunehmende hohe Cirren. Morgens schwach bis mäßig Nordwind, nachmittags schwacher Südwest. Noch relativ warm. Samstag vormittags meist klar, nachmittags Bewölkung, aber Wolkenuntergrenze meist über höchsten Gipfeln. Abkühlung setzt ein. Mäßiger bis starker Nordwestwind. Sonntag meist sonnig, windig und kälter. Bei 1500 m ca. -4, bei 2500 m -10 °C.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Durch die Erwärmung setzt sich die Schneedecke an Südhängen schneller ab und wandelt sich um, besonders an ausgeprägten Südhängen taut auch Schnee ab. Schnee gefriert nachts wieder. Vereiste Flächen nehmen zu. In schattigen Lagen bleiben die Schneeverhältnisse weitgehend unverändert. An ausgeprägten Südhängen, besonders steilen grasigen, steigt mittags die Nassschneelawinengefahr. Ebenso kann im Hochgebirge noch eine Lawine ausgelöst werden. Die Schneedecke stabilisiert sich Samstag und Sonntag durch Abkühlung etwas. Durch Wind können im Hochgebirge jedoch Schneeablagerungen zunehmen. Lawinengefahr bleibt so oberhalb 1800 m MAßIG, 2. Stufe.
Nächste Ausgabe: Montag, 6. 1. 2020
Quelle: ARSO