Schneeverhältnisse 21.2.2014
21.02.2014
Nach dem Tauwetter am Dienstag, das eine schnellere Umwandlung und Setzung der Schneedecke verursachte, schneite es am Mittwoch wieder. Zunächst lag die Schneefallgrenze bei ca. 1700 m ü. NN, weshalb sich unterhalb dieser Höhe die Schneedecke stark setzte. In der Nacht auf Donnerstag sank die Schneefallgrenze auf ca. 800 m. Es fielen 20 bis ca. 40 cm Schnee, unter 1600 m ü. NN sowie im östlichen Teil unserer Berge 10 bis 20 cm. Lokal fielen aufgrund des stürmischen Charakters der Niederschläge auch Graupel. Der Schnee hat sich relativ gut mit dem Untergrund verbunden, der im Hochgebirge meist locker war, tiefer hin regennaß, lokal ist die Bindung durch Graupel jedoch ziemlich schwach. Der Südwestwind ließ tagsüber nach und drehte auf schwachen bis mäßigen Nordostwind. Dieser transportierte Schnee nur an windexponierten Stellen in Windkissen. Bis heute hat sich die Schneedecke etwas gesetzt und stabilisiert. Es wurde wieder etwas wärmer, die Schneefallgrenze liegt bei ca. 1900 m ü. NN.
Die Schneedecke reicht meist bis ca. 700 m ü. NN.
Die Schneehöhe ist besonders im Hochgebirge durch Wind sehr unterschiedlich.
Am meisten Schnee liegt über 1800 m in den westlichen Julischen Alpen, dort über 700 cm, sonst in den Julischen Alpen bis ca. 540 cm, in den westlichen und zentralen Karawanken sowie Kamnik-Savinja-Alpen ca. 320 cm. Auf 1500 m bis ca. 330 cm in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, sonst 100 bis 150 cm. Der Schnee ist weich und tief einsinkend. Viel gewindeter Schnee und Windkissen.
Die Lawinengefahr liegt derzeit meist im 3. Grad.
Die Schneedecke ist vorwiegend bedingt instabil. Spontanes Abgehen wird selten sein, einzelne kleinere Lawinen von steileren Hängen können sich lösen. Eine Lawine kann jedoch bei geringer Belastung der Schneedecke schnell ausgelöst werden. Besonders gefährdet sind steile und mittelsteile Hänge sowie windgefüllte Stellen.
In der Nacht und morgen schneit es in den Bergen. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 500 und 700 m ü. NN. Bis morgen Abend (Samstag) hört der Schneefall meist auf. Es können ca. 20 bis 40 cm Schnee fallen, in den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje 10 bis 20 cm.
Die Schneefallgrenze sinkt auf ca. 1000 m ü. NN. Am Sonntag meist klar, Schneefallgrenze ca. 1300 m ü. NN.
Die Sonne taut Schnee auf sonnigen Hängen auch oberhalb der Nulllinienhöhe. Neuer Schnee setzt sich schnell. Durch nächtliches Einfrieren entsteht eine Oberkruste.
Durch neuen Schnee steigt die Lawinengefahr bis Samstagabend vorübergehend auf 4. Grad in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Sonst bleibt 3. Grad. Am Sonntag tagsüber stabilisiert sich die Schneedecke langsam.
Das nächste Schneebericht wird am Montag, 24.2.2014 vormittags herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Grad nach europäischer 5-stufiger Skala.
Quelle: ARSO