Schneeverhältnisse 22. 02. 2024
22.02.2024
Allgemeine Gefahrenstufe - Donnerstag, 22. 2. 2024
Die Gefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: verharschter Schnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist im größeren Teil unserer Berge oberhalb etwa 1800 m Seehöhe MODERAT, Stufe 2, tiefer hinab GERING, Stufe 1. Auch windverfrachtete Schneeareale sind gefährlicher. Auf steileren Hängen im Hochgebirge können sich noch einzelne Feuchtschneelawinen spontan lösen, meistens aber durch Fußgänger oder Tourengänger ausgelöst werden. Am heutigen Tag wird tagsüber in den Bergen schneien, die Schneefallgrenze liegt zwischen 1400 und 1700 m. Schneefall wird nachmittags und im westlichen Teil der Julischen Alpen ausgeprägter sein.
Schneeverhältnisse
Durch das relativ warme Wetter der Vortage hat sich der Schnee vor allem auf sonnenseitigen Hängen bis etwa 2000 m bereits stark umgewandelt, die Schneedecke hat sich weitgehend stabilisiert. Im Hochgebirge und auf schattenseitigen Hängen ist die Schneedecke vereist. Heute fällt Neuschnee, im westlichen Teil der Julischen Alpen bis zu 30 cm Neuschnee möglich.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Donnerstag, bewölkt und neblig, in den Julischen Alpen und im Vorland Niederschläge, die am Nachmittag alle Gebirgsregionen erfassen. Schneefallgrenze zwischen 1400 und 1700 m Seehöhe. Starker Südwestwind, der am Nachmittag noch zunehmen wird. Temperatur auf 1500 m ca. 1 °C, auf 2500 m ca. -4 °C. Freitag bewölkt und neblig mit reichlichen Niederschlägen. Schneefallgrenze ca. 1500 m Seehöhe, bei stärkeren Niederschlägen besonders im Bereich der östlichen Julischen Alpen und westlichen Karawanken auch tiefer Schnee möglich. Mäßiger bis starker Wind aus südlichen Richtungen. Temperatur auf 1500 m ca. 1, auf 2500 m ca. -4 °C. Samstagmorgen lassen die Niederschläge meist nach und hören auf. Samstag und Sonntag teilweise klar, vor allem im Westen noch Schneeschauer möglich. Mäßiger Südwestwind.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Heute und Freitag nimmt die Gefahr durch Neuschnee schrittweise zu, zuerst im westlichen Teil unserer Berge, dann weiter östlich. Obwohl es tiefer schneit als in früheren Episoden, sind die Hänge unter 1900 m recht kahl, daher stellt Neuschnee nicht dieselbe Gefahr wie im Hochgebirge dar. Südwestwind transportiert Schnee, neue Lawinenstöße und Überhänge bilden sich. Insgesamt bis Samstagmorgen im westlichen Teil der Julischen Alpen auch mehr als ein Meter Neuschnee möglich, anderswo geringere Mengen Neuschnee, bis 80 cm.
Nächste Ausgabe: Sonntag, 25. 2. 2024
Quelle: ARSO