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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 22. 3. 2024

Schneeverhältnisse 22. 3. 2024

22.03.2024
Allgemeine Gefahrenstufe - Freitag, 22. 3. 2024
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Nassschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Hänge mit Graupel bedeckt

Risikobewertung
Lawinengefahr ist MODERAT, Stufe 2, die Schneedecke ist meist stabil. Die Stabilität verschlechtert sich tagsüber bei Sonneneinstrahlung auf allen ausgeprägten Südhängen, wo Nassschneelawinen ausgelöst werden können. Im Hochgebirge ist der Schnee vor allem an windexponierten Stellen hart und vereist, dort besteht Sturzgefahr.

Schneeverhältnisse
Unter dem Einfluss warmen Wetters hat sich die Schneedecke auch im Hochgebirge schneller umgewandelt, im Mittelgebirge taut der Schnee vor allem an Südlagen ab. Südhänge sind vielerorts bis 1800 m freigelegt, in Nordhängen beginnt die Schneedecke um 1300 m. Die Schneeverhältnisse in den Bergen sind stark frühlingshaft. Diese Tage wird der Schnee tagsüber weich und nachts auch im Hochgebirge wieder hart. Gestern, donnerstags nachmittags und abends fiel in lokalen Schauern oberhalb 2000 m etwas wenig Schnee, der die Stabilität nicht beeinflusst. Unter 2000 m hat Regen die Schneedecke durchtränkt, in der klaren Nacht bildete sich dort eine Kruste mit glatterer Oberfläche. Heute ist es etwas kälter und trockener als gestern, aber sonniger. Noch immer können sich spontan vor allem an ausgeprägten Südhängen Nassschneelawinen lösen.

Erwartete Wetterentwicklung
Heute sonnig, nachmittags kopfhöhe Wolkenbildung, Gipfel können bewölkt sein. Schwacher bis mäßiger Nordwind. Temperatur auf 1500 m 7 °C, auf 2000 m 2 °C, auf 2500 m ca. 0 °C. Samstag zunächst meist sonnig und wärmer als heute, Nullgradisotherme nachts und morgens nahe 3000 m. Vormittags nimmt der Südwestwind zu und weht ganztägig. Nachmittags Zunahme der Bewölkung, abends zieht eine Kaltfront durch. Aus Nord/Nordost strömt in den unteren Luftschichten kalte Luft zu, in den Bergen weht noch verstärkter Südwest. Im Zusammenstoßgebiet der Luftmassen, zuerst im Norden des Landes, dann zunehmend südlich, entstehen konvektive Niederschläge, Schauer und Gewitter, die der Wind nach Nordost abträgt. Gebiet und Dauer dieser Niederschläge nicht exakt vorhersehbar, es wird aber erwartet, dass in einzelnen Regenzügen in wenigen Stunden mehr als 40 Liter pro m² fallen können. Durch konvektiven Charakter kann lokal viel Niederschlag als Graupel oder Weichhagel fallen, anderswo dominiert Schnee. Schneefallgrenze hängt vom Zuströmen kalter Luft am Boden und Niederschlagsintensität ab, daher große Unterschiede auf kleinen Distanzen. Über 2000 m fallen durchgehend feste Niederschläge (Schnee, Weichhagel, Graupel). Kurzzeitig bei starken Niederschlägen kann es unter 500 m schneien. Sonntagvormittag Aufklarung von Nordwest, nachmittags möglich noch Schauer. Etwas kälter.

Tendenz der Schneeverhältnisse
In der Nacht zum Samstag friert Schnee unter ca. 2000 m weniger stark ein und wird im sonnigen Vormittag schnell weich. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit spontaner Nassschneelawinen vor allem an ausgeprägten Südhängen. Beim Beginn der Niederschläge samstags abends und noch mehr beim Zuströmen kälterer Luft friert die alte Schneedecke ein, neue Niederschläge verbinden sich nicht gut. Während Niederschlag weht verstärkter Südwest, es bilden sich frische Windlager. Wo während Niederschlag Graupelkugeln oder Hagel auftreten, können sich schon währenddessen kleine Lawinen neuen Schnees spontan lösen. Wind legt sich erst sonntags vormittags; bis dahin entstehen neue Windlager, die sonntags das Haupt-Lawinenproblem sind. Wo unter 2000 m mehr als 20 cm Schnee fällt, lösen sich sonntags bei Tagestau auf steilen Hängen spontan Nassschneelawinen.

Nächste Ausgabe: Montag, 25. 3. 2024

Quelle: ARSO
         
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