Schneeverhältnisse 2.3.2015
2.03.2015
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe; tiefer, meist unterhalb der Waldgrenze, 1. Stufe.
Eine Lawine können Sie bei stärkerer Belastung des Schneebretts vor allem auf steileren Hängen und an Stellen mit windgefügter Schneedecke auslösen.
Das Risiko besteht weiterhin hauptsächlich durch die schlechte Bindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Sohle und der oberen Schicht neueren Schnees.
SCHNERVERHÄLTNISSE
In den Bergen war es in den vergangenen Tagen trockenes und teils sonniges Wetter. Der Wind war mäßig und hat keine größeren neuen Verwehungen erzeugt. Die Schneedecke wandelte sich langsam um, auf sonnigen Hängen bildete sich Kruste.
Die Schneehöhe ist stark ungleichmäßig. In 2500 m Seehöhe in den Julischen Alpen liegt Schnee bis ca. 210 cm, in 1500 m bis ca. 130 cm, in 1000 m von 40 bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen etwas weniger Schnee.
Erhebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 900 m Seehöhe, in Tälern und Gräben noch tiefer.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist weich und durchdringt bis zur alten harten Sohle, Kruste entstand durch tagsüberliches Erwärmen und nächtliches Einfrieren an Südhängen und stellenweise auf Ebenen. Viele Verwehungen und Platten sind noch relativ instabil, besonders in Gräben. Grate und windexponierte Lagen sind stark ausgefegt und daher stellenweise hart und vereist, teils blank.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Montag bewölkt und neblig mit vereinzelten Niederschlägen, Schneefallgrenze in Seehöhe von ca. 900 bis ca. 1200 m. Nicht viel Neuschnee, bis ca. 5 cm. Mäßiger Wind aus W-SW bis SW.
Dienstag meist sonnig, Wind nachlassend. Mittwoch zunächst teils klar, tagsüber Zunahme der Bewölkung. Nachmittags und abends stellenweise leichter Schneefall, voraussichtlich nur wenige cm Neuschnee. Schwacher bis mäßiger Südwestwind, der nachmittags nach Nordost dreht.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNERVERHÄLTNISSE
Die Lawinengefahr ändert sich im größeren Teil unserer Berge nicht, Neuschnee trägt nicht wesentlich zur Erhöhung der Gefahr bei.
Gefährlicher bleiben vor allem Nordhänge, insbesondere Stellen mit windgefügter Schneedecke.
An Südhängen wird die Schneedecke bei sonnigem Wetter tagsüber aufweichen und nachts zufrieren und sich dadurch langsam stabilisieren.
Spontanes Lawinenabgehen ist im Großen und Ganzen nicht zu erwarten, außer kleiner Platten und tagsüber von steilen sonnigen grasigen Hängen.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 4.3.2015.
Quelle: ARSO