Schneeverhältnisse 24.11.2014
26.11.2014
Am Wochenende war das Wetter in den Bergen meist sonnig.
Es gab keinen nennenswerten Wind. Es kam zu einer deutlichen Temperaturumkehr. Die Obergrenze der Bewölkung lag zunächst in etwa 1300 m ü. M., dann schwankte sie zwischen 800 und etwa 1000 m. Oberhalb dieser Grenze war die Luft trocken, die Schneehöhengrenze lag die meiste Zeit über 2600 m. Trotz positiver Temperaturen hat sich der Schnee aufgrund der niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit nicht wesentlich umgewandelt od. tagsüber geschmolzen, außer im unteren Teil dieser warmen Schicht und vor allem auf sonnigen Hängen. Dort ist der Schnee nachts gefroren und eine dünne Kruste entstanden. Der Schnee hat sich etwas abgesetzt und nur schlecht umgewandelt.
In 2500 m ü. M. beträgt die Schneehöhe etwa 90 cm in den Julischen Alpen und etwa 50 cm anderswo in unseren Bergen. Mit abnehmender Höhe nimmt die Schneedeckenmächtigkeit schnell ab, in 1500 m in den Julischen Alpen etwa 30 cm, anderswo weniger.
Die Schneedecke ist an der Oberfläche meist trocken und weich, unter der oberflächlichen Schicht weichen Schnees findet sich stellenweise eine dünne Kruste oder etwas dichteren und damit kompakteren Schnee, der jedoch das Gewicht eines Menschen nicht trägt. Die Kruste befindet sich an der Oberfläche meist auf sonnigen Hängen unter etwa 2000 m. An windexponierten Lagen ist der Schnee stark ausgetragen.
Die Lawinengefahr ist meist Stufe 1.
Die Schneedecke ist grundsätzlich stabil, auch im Hochgebirge ist noch zu wenig Schnee und keine alte Unterlage vorhanden, die ein Abrutschen neuen Schnees ermöglichen würde. Nur an steilen Hängen im Hochgebirge und vor allem in Mulden, wo etwas alter Schnee verblieben ist, kann sich unter hoher Belastung stellenweise die obere Schicht lösen.
Trockenes Wetter mit Temperaturumkehr hält bis Mitte der Woche an, dann weht Süd- oder Südwestwind. Die Temperaturumkehr lässt nach, in den Hügeln lagern sich Wolken an und die Luftfeuchtigkeit steigt. Daher wandelt sich der Schnee etwas schneller um. Leichte Niederschläge treten lokaal im Westen ab Donnerstag auf. Bis Freitag keine größeren Niederschläge.
Die Schneedecke setzt sich noch etwas ab und wandelt sich um.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 28.11.2014.
Allgemeine Lawinengefahr Stufe 1 nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO