Schneeverhältnisse 24.1.2022
24.01.2022
Allgemeines Gefahrenstufe - Montag, 24.1.2022
Die Gefahr ist Stufe 1 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: Vom Wind verfrachteter Schnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Auftauen nach Frost
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist meist GERING. Besonders an windbeanspruchten Stellen besteht hohes RUTSCHGEFAHR. Die Schneedecke ist meist stabil. Nur an steilen schattigen Hängen im Hochgebirge sind einzelne unumgewandelte oder schlecht umgewandelte Platten verblieben, bei denen Sie bei stärkerer Belastung der Schneedecke kleine Plattenlawinen auslösen können.
Schneeverhältnisse
Das trockene Wetter setzt sich fort. Am Wochenende war das Wetter in den Bergen teilweise klar. An exponierten Stellen wehte besonders samstags starker Nordwestwind, der hier und da alten Schnee transportierte. Im Schatten ist der Schnee hart oder trocken, stellenweise noch etwas Pulverschnee. Windexponierte Lagen sind stark ausgefegt, bis hin zum blanken Untergrund. Ausgeprägtere Platten sind vor allem in schattigen Lagen, auf südlichen ist der Schnee bereits besser mit dem Untergrund verbunden. Besonders im Mittelland gibt es auf sonnseitigen Lagen viele kahle Stellen.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist bewölkt und stellenweise neblig. Vormittags etwas Sonne in den westlichen Julischen Alpen, nachmittags auch dort etwas bewölkt. In den Kamnik-Savinja-Alpen und weiter östlich anfangs gelegentlich leichter Schneefall. Meist moderater, im Hochgebirge gelegentlich starker Nordwind. Temperatur auf 1500 m mittags von -3 bis -7, kälter im Osten, auf 2500 m ca. -8 °C. Dienstag und Mittwoch ziemlich klar. Schwacher bis mäßiger Nordwind. Temperatur auf 1500 m mittags von -2 bis 3, kälter im Osten, auf 2500 m ca. -4 °C. Nullgradisotherme bei ca. 1700 m ü. NN. Donnerstag mäßige Bewölkung. Mäßiger West- bis Nordwestwind. Noch ein Grad wärmer.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneeverhältnisse ändern sich auch in den nächsten Tagen nicht wesentlich. Wegen der Auftau wird die Schneedecke an sonnigen Hängen tagsüber feucht, nachts gefriert sie. In schattigen Lagen bleibt der Schnee meist hart und gefroren. Hohes Rutschgefahr bleibt bestehen. Die Schneedecke ist meist stabil, nur in schattigen Lagen im Hochgebirge bleiben einzelne potenziell weniger stabile Platten. Nächsten Lawinenbericht veröffentlichen wir Mittwoch, 22.1.2022.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 26.1.2022
Quelle: ARSO