Schneeverhältnisse 25.11.2019
25.11.2019
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Windschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, frischer unverbundener Schnee mit Wind
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Frostperiode
Risikobewertung
Lawinengefahr ist im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m Seehöhe und im Hochgebirge der Kamnik-Savinja-Alpen oberhalb ca. 2000 m MODERAT, Stufe 2, unter 1800 m und sonst in unseren Bergen meist GERING, Stufe 1. Kleine Lawinen von unverbundenem und teilweise verbundenem Schnee können sich von ausreichend steilen Hängen lösen. Viele Windkissen und Weichschneekissen, die sich unter etwas höherer Belastung des Schneebretts lösen können.
Schneeverhältnisse
Schneebrett oberhalb 2300 m Seehöhe ist weich und tief einsinkend, stellenweise etwas Kruste durch Wind. Viele Löcher, windexponierte Stellen stark ausgefegt. Wochenende etwas wärmer geworden, Nullgradisotherme auf ca. 2500 m gestiegen. Unter 2300 m hat sich Schnee zumindest etwas verkrustet und schneller gesetzt, unter 1800 m taut er auch.
Voraussichtliche Wettersituation
Heute und morgen vormittags meist klar im Mittel- und Hochgebirge, Untergrenze der tiefen Bewölkung um 1200 m Seehöhe. Wind schwach. Morgen nachmittags zunehmend bewölkt, einige Gipfel mit Wolkenschützen. Mittwoch bewölkt und neblig, vormittags beginnen in den Julischen Alpen Niederschläge, die nachmittags zunehmen und ostwärts ausdehnen. Schneefallgrenze um 1800 m Seehöhe, nur im zentralen Julischen Alpen tiefer. Starker Südwestwind.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Schneebrett stabilisiert sich zunächst besonders unter 2000 m. Durch klare Nacht friert Schnee auf, Kruste verstärkt sich. Oberhalb 2300 m bleibt Schnee trocken und locker und wandelt sich langsam um, etwas schnellere Umwandlung an Südhängen. Mittwoch schneit es wieder im Hochgebirge, 20 bis 40 cm Schnee möglich. Meiste Schnee in westlichen Julischen Alpen erwartet. Beim Schneefall weht starker Wind, der an Nordhängen erneut Windkissen und Löcher aufbaut. Unter ca. 1600 m meist Regen, Schnee taut dort. Lawinengefahr erhöht sich im Hochgebirge erneut.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 28.11.2019
Quelle: ARSO