Schneeverhältnisse 25.3.2015
25.03.2015
Die Lawinengefahr ist derzeit meist 1. Stufe.
Die Schneedecke ist vorerst noch meist stabil. Eine Lawine kann nur bei starker Belastung der Schneedecke ausgelöst werden, vor allem auf steilen, schattigen Hängen.
Das Risiko ist relativ gering. Nur ausnahmsweise kann unter Belastung der Schneedecke Windschnee abgehen, vor allem auf schattigen Hängen wegen schlechter Verbindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Unterlage und oberer Schneeschicht.
SCHNERVERHÄLTNISSE
Im Gebirge war das Wetter recht sonnig. Die Schneemehreissgrenze stieg von Montag auf Dienstag von 1300 m auf Seehöhe um 1800 m, wo sie heute Morgen noch lag. Es wehte schwacher bis mäßiger Wind aus Ostrichtungen, der die Lawinenlage nicht beeinflusste. Die Schneedecke hat sich an sonnigen Hängen tagsüber aufgetaut, in schattigen Lagen und bei Bewölkung blieb sie vereist und trocken.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. In den Julischen Alpen in 2500 m Seehöhe bis 190 cm Schnee, in 1500 m ca. 100 cm. Sonst in unseren Bergen weniger Schnee, in 1500 m ca. 50 cm.
Erhebliche Schneedecke reicht meist bis Seehöhe ca. 1100 m, an sonnigen Hängen höher.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist derzeit noch mit Kruste bedeckt, die teilweise das Gewicht eines Menschen trägt. Viele Windhäufungen und -platten. Grate und windexponierte Lagen sind stark ausgefegt und daher meist hart und vereist, teils blank.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute bewölkt. Niederschläge breiten sich tagsüber vom Südwesten nach Norden aus. Morgen Nachmittag lassen sie nach, lokal noch Schauer. Freitag früh erneuern sie sich. Schneefallgrenze heute anfangs Seehöhe ca. 1400 m, steigt langsam. Morgen schneit es voraussichtlich oberhalb ca. 1800 m, in der Nacht auf Freitag kühlt es ab und bei Niederschlag schneit es oberhalb ca. 1000 m. Voraussichtlich fallen in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken 20 bis ca. 40 cm Neuschnee, sonst 10 bis 15 oder 20 cm. Während des Schneefalls weht anfangs mäßiger Süden bis Südwestenwind, der Freitag früh nach Norden dreht und auffrischt. Wind bildet Verwehungen an Nord- und Ostseiten von Graten und Übergängen, Freitag trägt Schnee auf Süd- und Westseite. Neuer Schnee verbindet sich auch schlecht mit der krustigen Basis.
TENDENZ DER SCHNERVERHÄLTNISSE
Lawinengefahr heute noch gering. Nachts und morgen steigt das Lawinenrisiko deutlich, besonders in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken, sonst etwas weniger wegen geringerer Niederschlagsmenge. Tiefer, wo Regen fällt, sättigt sich die Schneedecke, höher erhöht Neuschnee das Risiko.
Heute noch keine spontanen Abgänge. Bereits morgen kann Neuschnee von steilen Hängen abrutschen, tiefer wo es regnet sättigt sich die Schneedecke und auf steilen Hängen mögliche Nassschneelawinen alter gesättigter Schnee. Es entstehen zahlreiche Verwehungen und Platten, die zukünftig potenzielle Gefahr für Wanderer und Tourengeher darstellen.
Nächster Bericht erscheint Freitag, 27.3.2015 nachmittags.
Quelle: ARSO