Schneeverhältnisse 26.1.2014
27.01.2014
Am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag schneite es, am meisten Schnee fiel im südlichen Slowenien, bis ca. 30 cm, sowie ähnlich in höheren Lagen des westlichen und nordwestlichen Sloweniens. Es kühlte sich ab und die Temperatur lag in Hügel- und Berglagen unter null. Es wehte böiger Wind aus Ost- und Nordrichtung. Der Schnee ist vor allem in den Hügeln stark ausgetragen, ausgedehnte Felder von Aufwindschnee vor allem an süd- und westexponierten Hängen. Während und nach dem Schneefall rutschte der Schnee häufig, da es meist auf krustige oder harte Unterlage schneite.
Am meisten Schnee liegt über 2000 m in den westlichen Julischen Alpen, dort bis ca. 400 cm, anderswo in den Juliern bis über 300 cm, in höheren Lagen der Karawanken und Steirischen Alpen lokal ca. 190 cm. Auf 1500 m bis ca. 180 cm in den Juliern, anderswo weniger. Wegen des Windes hängt die Schneehöhe natürlich stark von der Windexposition ab. Der Schnee ist stark krustig, die Kruste entstand durch Wind, an sonnigen Hängen unter ca. 1700 m auch durch tagsüber oberflächennahes Schmelzen und nächtliches Einfrieren.
Die Lawinengefahr beträgt meist 3. Stufe, nur unter ca. 1300 m 2. Stufe, je nach Schneemenge.
Die Schneedecke ist vor allem potenziell stark instabil.
Eine Lawine kann schon bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden.
Besonders gefährdet sind Stellen mit Aufwindschnee und steile Hänge.
Spontanes Lawinenabgang wird voraussichtlich gering sein.
Montag und Dienstag meist bewölkt und trockenes Wetter. Die Temperatur bleibt in den Hügeln durchgehend unter null. Der Schnee setzt sich langsam und wandelt sich um. Der Einfluss der Sonne ist gering.
Der nächste Schneedeckenbericht wird am Mittwoch, 29.1.2014, herausgegeben.
Die allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Stufe nach der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO