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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 26.3.2021

Schneeverhältnisse 26.3.2021

26.03.2021
Die Lawinengefahr liegt im 2. Grad auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MAßIG.

Hauptproblem: anhäufender Schnee, nasser Schnee

Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost

Gefahrenmuster: Frühlingssituation



Gefahrenbewertung

Die Lawinengefahr ist oberhalb ca. 1700 m meist MAßIG, 2. Grad, tiefer hin GERING, 1. Grad. An Stellen mit anhäufendem Schnee kann bei geringer Belastung eine kleine trockene Plattenlawine ausgelöst werden. Auf ausgehenden Flächen und Graten besteht hohes Rutschrisiko. Auf steilen Südhängen sind wegen relativ warmen und sonnigen Wetters mittags und nachmittags auch einzelne kleine Nassschneelawinen möglich.



Schneeverhältnisse

In den letzten Tagen hat es sich erwärmt, heute liegt die 0-°C-Grenze bei ca. 2200 m. Die Schneedecke hat sich tagsüber verdichtet und nachts wieder gefroren. In schattigen Lagen liegen noch 10 bis 20 cm trockener und weicher Schnee auf harter Schneeunterlage. Die Schneedecke ist lokal sehr unterschiedlich, aber meist stabil. Gefährlicher sind Stellen mit anhäufendem Schnee, vor allem Mulden, in denen größere Mengen anhäufenden Schnees vorhanden sein können, sowie bei sonnigen Tagen steile Südhänge, wo sich auch kleine Nassschneelawinen lösen können.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute meist klar, Südwestwind nimmt zu. Gegen Abend Wolkenbildung im Westen. Morgen wechselnd bis meist bewölkt und stellenweise neblig. Kleinere Niederschläge treten auf, zunächst stärker im westlichen Teil unserer Berge, dann häufiger im Norden und wandern gen Südwesten. Schneegrenze bei ca. 1600 m. Schwacher bis mäßiger Westwind. In der Nacht zum Sonntag sinkt die Schneegrenze unter 1000 m. Sonntag bewölkt und stellenweise neblig, Niederschläge lassen nach und hören vormittags weitgehend auf. Gegen Abend Aufklarungen. Im Mittelland Ostwinde, im Hochgebirge Westwind. Vormittags 0-°C-Grenze unter ca. 1300 m, nachmittags strömt wieder wärmere Luft zu. Montag ziemlich klar und wärmer, 0-°C-Grenze steigt bis zu den höchsten Gipfeln. Schwacher Westwind.



Tendenz der Schneeverhältnisse

Heute verdichtet sich der Schnee durch höhere Temperaturen schneller und stärker, im Schatten bleibt er meist vereist oder trocken. Morgen durch zunehmende Bewölkung und etwas kühleres Wetter keine deutliche Veränderung der Verhältnisse tagsüber. Daher wird die Schneedecke sogar etwas stabiler. Bis Sonntagmittag können 5 bis ca. 20 cm Neuschnee fallen, den der Wind besonders im Hochgebirge, wo auf feste Unterlage geschneit wird, zu Verwehungen aufhäuft, tiefer hin verbindet sich der Neuschnee besser mit der Unterlage. So entstehen besonders im Hochgebirge neue Platten, die darunter eine schwache Schicht verbergen, auf der sie sich schon bei geringer Belastung ablösen können. Montag bei schnellem und starkem Erwärmen und sonnigem Wetter können sich von steilen Südhängen spontan kleine Verwehungslawinen lösen. Die Gefahr steigt hinsichtlich Stufe nicht, aber dennoch sind montags durch Neuschnee, Erwärmung und Sonne die Lawinenverhältnisse ungünstiger als Wochenendende. Auf ausgehenden Graten und in schattigen Lagen bleibt Rutschgefahr.



Nächste Ausgabe: Montag, 29. 3. 2021



Quelle: ARSO
         
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