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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 27.11.2017

Schneeverhältnisse 27.11.2017

27.11.2017
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 27.11.2017

Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.

Hauptproblem: Neuschnee

Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verklebter frischer Schnee mit Wind



Risikobewertung

Lawinengefahr besteht vor allem in den Kamnik-Savinja-Alpen und östlichen Karawanken oberhalb etwa 1500 m Seehöhe, anderswo oberhalb etwa 1700 m BEACHTLICH, 3. Stufe, tiefer MODERAT, 2. Stufe. Gefährlich sind steilere Hänge und windverfrachtete Stellen, wo schon bei geringer Belastung der Schneedecke eine Lawine ausgelöst werden kann. Auch spontane Lawinen von steilen Hängen sind zu erwarten. In Höhenlagen, wo zunächst Regen fiel, ist die Bindung zwischen alter Schneedecke und Neuschnee deutlich besser, daher ist dort die Lawinengefahr geringer. Gefährlicher sind steile Hänge sowie in Mittelgebirge grasbewachsene Hänge, die vor dem Schneefall kahl waren.



Schneeverhältnisse

In der Nacht zum Sonntag gab es reichliche Niederschläge. Zunächst regnete es bis etwa 1800 m Seehöhe, stellenweise im Westen auch höher, dann sank die Schneefallgrenze rasch bis in die Tieflagen. Besonders im östlichen Teil unserer Berge fiel mehr Niederschlag als Schnee, im Westen unter der Schneefallgrenze auch viel Regen. Im Hochgebirge fiel 30 bis etwa 60 cm Schnee, tiefer 20 bis etwa 30 cm, unter etwa 800 m Seehöhe noch weniger. Die Schneedecke reicht meist bis etwa 600 m Seehöhe, stellenweise im Westen noch höher. Neuer Schnee ist vor allem im Hochgebirge schlecht verklebt mit meist krustiger Basis. Wegen niedriger Temperaturen hat schon leichter Wind ihn in Verwehungen transportiert, daher viel windverfrachteter Schnee. Lawinen setzten sich von steilen Hängen bald nach dem Schneefall in Bewegung.



Erwartete Wetterentwicklung

Heute meist klar und kalt. Vor allem vormittags weht mäßiger Nordwind, nachmittags nimmt er ab und ist nur an höheren Gipfeln etwas ausgeprägter. Dienstag bewölkt sich nach klarem Start im Laufe des Tages. Gefrierhochlage bei etwa 900 m Seehöhe, auf Pohorje und in östlichen Karawanken sogar über 1500 m. Südwestwind nimmt zu. In der Nacht zum Dienstag beginnen im Westen Niederschläge, die am Mittwoch tagsüber den Großteil Sloweniens erfassen. Schneefallgrenze zunächst vielerorts bis in die Tieflagen, Mittwoch tagsüber vorübergehend bis etwa 800 m Seehöhe. Höher im Süden und Nordosten des Landes.



Tendenz der Schneeverhältnisse

Heute setzt sich Neuschnee nur langsam ab. Nordwind verfrachtet ihn in Verwehungen an Südseiten der Grate und setzt ihn ab. Morgen setzt er sich durch leichte Erwärmung im Mittelgebirge noch etwas besser ab, Südwestwind schafft neue Verwehungen an Osthängen. Durch Bewölkung und dadurch höhere Luftfeuchtigkeit wandelt sich der Schnee nachmittags und in der Nacht zum Mittwoch etwas schneller um, gleichzeitig schneit Neues auf weichen Untergrund, sodass die Bindung zwischen Neuschnee und bestehender Schneedecke voraussichtlich relativ gut sein wird. Viel Neuschnee wird erwartet, diesmal mehr im Bereich Julische Alpen und westliche Karawanken, auch im Snežnik-Gebiet, wo die Schneefallgrenze diesmal unter 1000 m Seehöhe oder tiefer bleibt. Erwartet werden spontane Abreißer vor allem lockerer trockener Schnee-Lawinen von steilen Hängen.



Nächste Mitteilung: Mittwoch, 29.11.2017



Quelle: ARSO
         
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