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Neuigkeiten / Schneeverhältnisse 28.1.2023

Schneeverhältnisse 28.1.2023

29.01.2023
Allgemeine Gefahrenstufe - Samstag, 28. 1. 2023
Gefahr Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Windschnee, nasser Schnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht haftender frischer Schnee mit Wind
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost

Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1600 m ERHEBLICH (beträchtlich), Stufe 3, tiefer mäßig, Stufe 2. Noch gefährlich steilere Hänge oberhalb der Waldgrenze, wo ausgedehnte Flächen mit Windschnee vorhanden sind, hauptsächlich an Süd- und Westhängen. Dort kann unter geringer Belastung schon eine Plattenlawine ausgelöst werden. In der alten Schneedecke, die nun unter einer dicken neuen Schneeschicht verborgen ist, sind besonders an Leehängen schwache Schichten vorhanden, die an einzelnen Stellen unter Zusatzbelastung nachgeben können. Dies kann besonders dort geschehen, wo durch Wind weniger Schnee liegt. Unter ca. 1600 m sind vor allem steile grasbewachsene Hänge gefährlich. Schneeverhältnisse und Lawinenlage im Hochgebirge sind sehr anspruchsvoll.

Schneeverhältnisse
Heute war im Gebirge kalt, bewölkt und besonders im Hochgebirge windig. Beim Abkühlen am Mittwoch tagsüber fror der Schnee im Mittelgebirge, es bildete sich Kruste. Außer an ausgeprägten Sonnseite im Mittelgebirge und tieferen Hügeln ist Schnee meist weich und pulvrig, stellenweise durch Wind Kruste entstanden. Besonders oberhalb der Waldgrenze viele Stellen mit Windschnee, Grate sind bis zur harten Unterlage ausgescheuert. Viele Platten und Abgänge. Die Schneedecke hat sich allgemein etwas stabilisiert. Wegen Frost haben sich noch nicht viele Lawinen gelöst. Schneedeformation in höheren Lagen viel langsamer. Gleichzeitig wehte besonders im Hochgebirge mäßiger bis starker Nordostwind, der an exponierten Stellen Schnee transportierte und Verwehungen aufbaute.

Erwartete Wettersituation
In der Nacht zum Sonntag zunächst bewölkt, bis morgens löst sich die Bewölkung meist auf. Sonntag meist klar, in tieferen Hügeln stellenweise niedrige Bewölkung und Nebel. Nachmittags zunehmende hohe cirröse Bewölkung. Nordwind nimmt ab und ist meist schwach, nur an exponierten Hochgebirgsstellen mäßig. Tagsüber deutlich wärmer, Mittagstemperatur bei 1500 m ca. -3, bei 2500 m ca. -7 °C. Montag teilweise klar, gelegentlich zunehmende mittlere und hohe Bewölkung. Temperaturumkehr entsteht. Meist schwacher West- bis Nordwestwind. Noch wärmer! Mittagstemperatur bei 1500 m ca. 1, bei 2500 m ca. -3 °C. Dienstag größtenteils sonnig mit etwas wechselnder Bewölkung, mäßiger bis starker Nordwind. Abkühlung.

Tendenz der Schneeverhältnisse
Sonntag konsolidiert sich Schnee an ausgeprägten Sonnseiten im Mittelgebirge bereits etwas. Kann sich eine Lawine aus verbackenem Schnee lösen. Im Großen und Ganzen ändern sich Schneeverhältnisse und Lawinenlage nicht wesentlich. Schnee setzt sich nur langsam. Noch kann mit geringer Belastung Windplattenlawine ausgelöst werden. Dies gilt besonders für steile Hänge und Bereiche, wo Wind Schnee akkumuliert hat. Montag tagsüber durch Erwärmung besonders an Sonnseiten erhöhte Lawinenaktivität zu erwarten! Platten können nachgeben, besonders Gleitlawinen (Grundlawinen) und in tieferen Hügeln sowie Mittelgebirge auch Nassschneelawinen treten auf. Besonders gefährlich steile grasbewachsene Hänge und Mulden. Gefahr steigt auch im Vorland der Alpen (nördliche Primorska, Polhograjsko und Škofjeloško hribovje, Posavsko hribovje u. Ä.). Überall, wo steil genug und viel Schnee vorhanden ist, der jetzt schlecht umgewandelt. Dienstag stabilisiert sich die Schneedecke durch Abkühlung etwas.

Nächste Ausgabe: Montag, 30. 1. 2023

Quelle: ARSO
         
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