Schneeverhältnisse 29.1.2016
29.01.2016
GEFAHRENBEWERTUNG
Lawinengefahr ist gering, Grad 1, jedoch besteht Sturzgefahr vor allem auf windexponierten Hängen.
Die Schneedecke ist meist stabil. Nur im Hochgebirge kann noch stellenweise auf steilen Hängen und windgepressten Schneehaufen bei starker zusätzlicher Belastung eine kleine Lawine ausgelöst werden.
SCHNEEVERHÄLTNISSE UND AKTUELLER SCHNEEDECKEN-ZUSTAND
In der Woche war es trocken oder meist trocken. Gelegentlich wehte Südwestwind. Ab und zu bewölkt vor allem im Westen, nachts und heute Morgen auch anderswo. Die Luft war im Hochgebirge meist trocken. Temperatur war hauptsächlich über null, nur an den höchsten Gipfeln blieb sie unter dem Gefrierpunkt. Die Schneedecke hat sich weiter umgewandelt, unter ca. 2000 m auf Südabhängen auch geschmolzen und verschwunden.
Schneedeckendicke ist sehr ungleichmäßig. Am meisten Schnee im Hochgebirge der Julischen Alpen, bis ca. 100 cm. Sonst im Hochgebirge bis ca. 30 cm oder sogar weniger. Unter ca. 1800 m sehr wenig Schnee, nur in den Julischen Alpen bei 1500 m ca. 20 cm. Schneeoberfläche ist mit Kruste bedeckt oder hart, Kruste trägt meist menschliches Gewicht. Stellenweise in Mulden, besonders in geschützten Lagen, ist Schnee noch weich. Auf windexponierten Lagen ist Schnee stark ausgehärtet, stellenweise bis blank oder altes, teils vereistes Untergrund. Viele Verwehungen.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Trockenes oder meist trockenes Wetter setzt sich fort. Heute teilweise Aufklarung, schwacher West- oder Nordwestwind.
Morgen verstärkt sich der Südwestwind wieder und wird recht stark. Bewölkt und neblig im westlichen und zentralen Teil unserer Berge, wo nur die höchsten Gipfel vielleicht über den Wolken. Hier und da kann ein Tropfen fallen. In den östlichen Karawanken und auf dem Pohorje teilweise klar.
Auch am Sonntag weht noch starker Südwestwind. Mehr Bewölkung auch im östlichen Teil unserer Berge. Ein Tropfen oder Schneeflocke möglich überall. Übergangsweise etwas kühler, Gefrierpunkt sinkt Sonntagmorgen auf ca. 1700 m ü. NN.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Schneedecke wandelt sich langsam um. Unter ca. 2000 m nimmt Schnee noch langsam ab. Bei leichter Abkühlung am Sonntag friert sie im Hochgebirge ein und härtet weiter aus.
Nächster Bericht erscheint Montag, 1.2.2016 nachmittags.
Quelle: ARSO