Schneeverhältnisse 30.3.2022
30.03.2022
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 30. 3. 2022
Gefahr ist 1. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: Nasse Schnee, windgeführter Schnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Die Schneedecke ist im Allgemeinen gut verbunden und stabil. Lawinengefahr ist GERING, 1. Stufe. Wegen feuchter Auftauung können heute auf steilen Hängen Nassschneelawinen abgehen. Dies gilt besonders für schattige Hänge mit mehr Schnee unter ca. 1700 m. Nach längerer Trockenperiode wird heute und in den nächsten Tagen deutliche Wetterverschlechterung erwartet, Schneehülle- und Lawinenlage ändern sich rascher!
Schneeverhältnisse
In den Bergen herrschten auch Montag und Dienstag Frühjahrsverhältnisse vor. Auf sonnseitigen Hängen wurde Schnee tagsüber stark weich, suppig und schmolz. In schattigen Bereichen blieb Schnee hart und vereist. Schnee ist meist gut sonnkrustig. Unterschiede zwischen Südhängen und Nordhängen verstärkten sich. Auf Südseiten sehr wenig Schnee, selbst im Hochgebirge viele kahle Stellen. Auf Nordseiten reicht Schnee stellenweise noch bis in Alpentäler. Wegen bewölkter und windiger Nacht blieb Schneedecke im Mittelgebirge und tiefer vereist, Gefriergrenze aktuell bei ca. 1600 m.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt und zunehmend neblig. Niederschläge beginnen zuerst in Westslovenien. Schneefallgrenze 1500-1700 m, trockener Schnee oberhalb ca. 2000 m. Mäßiger Südwestwind. Temperatur bei 1500 m ca. 3, bei 2500 m ca. -4 °C. Donnerstag bewölkt und neblig mit Niederschlag. Schneefallgrenze in Julischen Alpen und westlichen Karawanken ca. 1000 m, sonst 1300-1700 m. Schwacher bis mäßiger Südostwind. Temperatur 1500 m ca. 1, 2500 m ca. -3 °C. Freitag Niederschläge zunächst abgeschwächt und meist vorbei, tagsüber wieder, teils Schauer. Meist bewölkt und neblig. Schwacher bis mäßiger Süden bis Südwestwind. Etwas kälter, Schneefallgrenze etwas tiefer.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Besonders im Raum Julische Alpen reichlich Schneefall im Hochgebirge und teilweise Mittelgebirge. In südlichen und westlichen Juliern bis 40-80 cm bis Freitagabend, sonst Julier 30-60 cm, Hochgebirge Kamnik-Savinja-Alpen und östliche Karawanken 20-50 cm Schnee. Im Hochgebirge trockener Schnee auf harter Basis, schwache Bindung. An windexponierten Stellen transportiert Wind Schnee und baut auf Nord- und Osthängen Windkissen, Verwehungen und Mulden auf. Lawinengefahr steigt Donnerstag auf MAßGEBLICH, 3. Stufe oberhalb ca. 1700 m, tiefer durch Auftauen mit Regen oder Nassschnee MÄßIG, 2. Stufe. Nächster Lawinenbericht Freitag, 1.4.2022.
Nächste Ausgabe: Freitag, 1. 4. 2022
Quelle: ARSO