Schneeverhältnisse 30.4.2012
30.04.2012
Am Wochenende war sonniges und sehr warmes Wetter. Auch an den höchsten Gipfeln sank die Temperatur nicht unter null und die Schneedecke fror nachts nur kurz an. An der Oberfläche entstand im Hochgebirge eine dünne Kruste. Die Schneedecke setzte sich ab, wandelte sich und schmolz.
Verdichtete Schneedecke reicht bis etwa 1500 m Seehöhe, dort ist aber wenig Schnee. Die Schneedecke ist im Hochgebirge nachts und morgens meist mit einer dünnen Kruste bedeckt, tagsüber weicht sie auf.
Tiefer unten ist der Schnee matschig und weich. Vor allem an den nördlichen und östlichen Gratseiten gibt es reichlich aufgewehten Schnee. Insgesamt beträgt die Schneehöhe in 1500 m Seehöhe ca. 20 cm, in 2500 m in den Julischen Alpen bis ca. 210 cm. Lawinengefahr im Hochgebirge 2. Stufe, tiefer 1. Stufe. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Stellen mit Aufweichschnee, wo bei geringer Zusatzbelastung eine Lawine ausgelöst werden kann. Tiefer sind noch einzelne Grundlawinen von nassem Schnee möglich. Diese erwartet man vor allem an steileren Südhängen mittags und nachmittags.
Sonniges Wetter setzt sich fort meist sonnig, gelegentlich aber vor allem im Westen mehr Bewölkung. Die Schneedecke setzt sich weiter ab und taut. An manchen Tagen möglich auch ein Schauer. Die Schneedecke labiliisiert sich tagsüber etwas.
Neuer Bericht wird am Freitag, 4.5.2012 herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO