Schneeverhältnisse 3.5.2019
3.05.2019
Die Gefahr ist 1. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: schwache Schichten, Windschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist meist GERING, 1. Stufe. Die Schneedecke ist meist stabil, nur in schattigen Hochlagen ist der zuletzt gefallene Schnee schlechter umgewandelt. Dort können Sie auf steilen Hängen, besonders an Stellen mit Windschnee, unter hoher Belastung eine Plattenlawine auslösen. Sonst sind die Möglichkeiten gering. Doch in den nächsten Tagen verschlechtern sich die Bedingungen allmählich.
Schneeverhältnisse
In den letzten Tagen herrschte trockenes und allmählich wärmeres Wetter, auch etwas Sonne in den Bergen. Der neueste Schnee hat sich daher schnell umgewandelt und gesetzt. Die Schneedecke ist nur in schattigen Hochlagen weich, sonst ist der Schnee meist umgewandelt, frühlingshaft grobkörnig, im Hochgebirge liegt darauf eine Schicht neueren, teilweise umgewandelten Schnees.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute wechselnd bis meist bewölkt. Es treten ortsübliche Schauer auf, möglich auch Gewitter. Oberhalb ca. 1700 m wird es schneien. Es weht schwacher bis mäßiger Südwestwind. Schneehöhe ca. 2000 m. Morgen bewölkt und neblig mit häufigem Niederschlag. Schneefallgrenze ca. 1600 m. Es weht schwacher bis mäßiger Südwestwind. In der Nacht zum Sonntag verstärkt sich der Niederschlag, die Schneefallgrenze sinkt. Sonntag bewölkt und neblig. In den Bergen und Hügeln Schnee. Es weht starker Nordostwind. Schneehöhe zwischen 1000 und 1200 m. Niederschlag lässt in der Nacht zum Montag nach. Montag meist bewölkt und stellenweise noch neblig sowie überwiegend trocken.
Entwicklungstendenz der Schneeverhältnisse
Heute ändern sich die Lawinenverhältnisse kaum. Morgen schneit es im Hochgebirge. Oberhalb ca. 1800 m ist Neuschnee meist trocken, verbindet sich daher schlecht mit der Unterlage. Südwestwind führt Schnee in Windfluchten auf Nord- und Osthängen. Im Hochgebirge steigt die Lawinengefahr daher schon etwas, noch stärker am Sonntag bei zusätzlichem Niederschlag und Abkühlung. Verstärkter Nordostwind bildet Windfluchten auf Süd- und Osthängen. Neuschnee ist leicht und trocken. Lawinenverhältnisse verschlechtern sich tiefer an Nordseiten, wo mehr alter Schnee liegt, da Südhänge oft schon hoch schneefrei oder schneearm sind. Bis Montagmorgen fallen in den Bergen voraussichtlich 20 bis ca. 50 cm Schnee, an höchsten Gipfeln mehr. Spontane Lawinen von ausreichend steilen Hängen möglich. Wir empfehlen erhöhte Vorsicht, ab Sonntag für einige Tage raten wir vom Hochgebirge ab.
Nächste Ausgabe: Montag, 6. 5. 2019
Quelle: ARSO