Schneeverhältnisse 4.12.2019
5.12.2019
Die Gefahr liegt auf dem 3. Grad der europäischen Fünf-Stufen-Skala – ERHEBLICH.
Hauptproblem: verharschter Schnee / Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr ist vor allem im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m ü. M. ERHEBLICH, 3. Grad, tiefer und sonst im Hochgebirge MÄSSIG, 2. Grad. Zahlreiche Windkissen und weiche Lagen können sich besonders auf steileren Hängen bereits bei geringer Zusatzbelastung lösen, von steilen Hängen kann sich auch spontan eine Plattenlawine lösen.
Schneelage
Nach dem Schneefall am Montag war gestern trockenes und kaltes Wetter, heute erwärmt es sich bereits in Höhen, aber die Luft ist trocken. Die Schneedecke ist noch weich und pulvrig, an windexponierten Stellen stark windgepresst, stellenweise durch Wind auch krustig und härter. Tiefer, unter ca. 1800 m ü. M., ist der Schnee relativ spärlich, aber vereist und hart.
Witterungsentwicklung
Heute und morgen meist klar, der Wind nimmt ab und ist morgen schwach. Mit Zufluss wärmerer Luft ist heute bereits oberhalb ca. 1800 m die Temperatur über null, die Schicht kalter Luft mit negativen Temperaturen senkt sich allmählich tiefer und morgen ist auch im Mittelgebirge die Temperatur positiv. Die Luft bleibt jedoch sehr trocken. Am Freitag bewölkt in den Hügeln des nördlichen Primorska und Notranjska sowie an den südlichen Ausläufern der Julischen Alpen, sonst recht sonnig. Südwestwind nimmt zu.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Bei allmählicher Erwärmung, aber trockener Luftmasse, setzt sich die Schneedecke langsam ab, wandelt sich um und stabilisiert sich. Am Freitag transportiert der Südwestwind wieder Schnee und bildet neue Windkissen. Stellenweise entsteht eine dünne Kruste. Die Lawinengefahr nimmt langsam ab. Windschnee auf ausreichend steilen Hängen bleibt gefährlich.
Nächste Ausgabe: Freitag, 6.12.2019
Quelle: ARSO