Schneeverhältnisse 4.3.2016
4.03.2016
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR
Die Lawinengefahr liegt vor allem oberhalb 1500 m im westlichen und zentralen Teil unserer Berge auf Stufe 4, im Osten und tiefer auf Stufe 3.
Neuer Schnee ist meist schlecht mit dem Untergrund verbunden. Es sind spontane Abruche zahlreicher kleiner und auch mittelgroßer Lawinen zu erwarten. Schon bei geringer Belastung der Schneedecke kann eine Lawine ausgelöst werden. Besonders gefährdet sind steile Hänge und windverfrachtete Stellen.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKEN-ZUSTAND
In der Nacht auf Donnerstag und am Donnerstag hat es in den Bergen geschneit, die Schneefallgrenze ist zeitweise bis in die Ebenen gesunken. Es sind 20 bis fast 70 cm Schnee gefallen. Die stärksten Niederschläge gab es im zentralen Teil der Julischen Alpen und im Vorland sowie stellenweise in den nördlichen und südlichen Gebieten. Die Schneefallgrenze lag meist bei 900 m über dem Meer. Zunächst wehte starker Südwind, der sich rasch nach Nord und Nordost drehte.
In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken beträgt die Schneehöhe bei 2500 m 340 bis ca. 380 cm, bei 1500 m 200 bis ca. 270 cm, bei 1000 m 20 bis ca. 60 cm. Sonst in unseren Bergen bei 1500 m 90 bis 160 cm Schnee, weniger im Osten. Erhebliche Schneedecke beginnt bei ca. 600 m über dem Meer. Der Schnee ist leicht und weich und tief einsinkend. Viele Verwehungen vor allem an den Südseiten von Graten und Pässen. An windexponierten Stellen ist der Schnee stark verweht.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute wird das Wetter ziemlich sonnig sein. Der Wind nimmt ab und dreht auf Südwest. Die Schneefallgrenze liegt bei ca. 1000 m über dem Meer.
Morgen ist im östlichen Teil unserer Berge vormittags noch ziemlich sonnig, nachmittags bewölkt. Sonst bewölkt und auch neblig. Vormittags und vormittags Niederschläge in den westlichen Karawanken und westlichen sowie zentralen Julischen Alpen, nachmittags bis zu den Kamnik-Savinja-Alpen. Schneefallgrenze zunächst unter ca. 700 m, tagsüber steigend auf ca. 1000 m über dem Meer, nur im Oberen Savegebiet niedriger. Es weht starker Südwest- und Südwind. Erwartet werden in Schneefallgebieten 10 bis ca. 30 cm Neuschnee.
In der Nacht auf Sonntag überquert eine Kaltfront rasch, Niederschläge betreffen vorübergehend ganz Slowenien und hören in der zweiten Nachthälfte auf. Schneefallgrenze sinkt vorübergehend etwas. Es fällt noch 5 bis 20 cm Schnee, am wenigsten im Osten. Sonntags wechselnd, im Westen auch meist bewölkt. Besonders mittags und nachmittags lokale Niederschläge, teils Schauer, in hügeligen Lagen des Nordwestens und Westens Sloweniens häufiger und schon vormittags. Schneefallgrenze zwischen 900 und 1200 m, im Osten höher. In der Nacht auf Montag verstärken sich die Niederschläge im Nordwesten etwas. Im Bereich der Julischen Alpen und westlichen Karawanken bis ca. 20 cm Neuschnee.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Heute setzt sich die Schneedecke ab und wandelt sich um. An Sonnseite und unter ca. 1100 m nässt der Schnee tagsüber ein und friert nachts, es entsteht Kruste. Sonst bleibt er trocken und weich. Die Schneedecke stabilisiert sich etwas, die Lawinengefahr nimmt bis morgen leicht ab.
Bis Sonntagmorgen erhöhen neue Niederschläge im Westen die Lawinengefahr wieder. Höher wirkt Neuschnee, tiefer nasser Schnee, der von steilen Grashängen abrutschen kann. Erwartet wird Stufe 4 im westlichen und zentralen Teil der Julischen Alpen sowie in den westlichen Karawanken. Sonst bleibt sie bei geringeren Niederschlägen oder trockenem Wetter auf Stufe 3.
Nächster Bericht erscheint am MONTAG, 7.3.2016 vormittags.
Quelle: ARSO