Schneeverhältnisse 5.1.2021
5.01.2021
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala – BEDEUTEND.
Hauptproblem: Windschnee, schwache Schichten, Neuschnee
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr ist vor allem im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 1300 m Seehöhe SEHR GROß, Stufe 4, tiefer und anderswo in unseren Bergen oberhalb ca. 1500 m BEDEUTEND, Stufe 3. Besonders gefährdet sind steilere Hänge und Stellen mit Windschnee sowie Mulden, in denen sich Schnee angesammelt hat. Dort können sich von steilen Hängen einzelne mittelgroße bis große Lawinen aus neuem, schlecht verhaftetem Schnee sowie Plattenlawinen lösen. Eine Lawine kann auch bei geringer Belastung des Schnee Deckmantels bereits auf mittelsteilen Hängen mit Windschnee ausgelöst werden.
Schneelage
Nach starker Schneefälle herrschte am Sonntag trockenes Wetter. Aufgrund der instabilen Schneedecke traten zahlreiche trockene Lawinen auf, unter ca. 1400 m Seehöhe auch feuchte Lawinen. Die 0°C-Isotherme lag bei ca. 1400 m Seehöhe. Unterhalb dieser Höhe nässte der Neuschnee ein, auf steilen grasbewachsenen Hängen kam es zu Boden-Gleitschneelawinen. Oberhalb 1500 m veränderte sich die Schneedecke nicht wesentlich. Der Schnee ist weich und leicht, darunter ist noch schlecht umgewandelte und meist weiche Schneedecke. Viele Verwehungen und Platten, windexponierte Lagen stark ausgefegt. Heute etwas abgekühlt, Schneedecke bis ca. 1100 m Seehöhe vereist. Leichter Schneefall hat wieder eingesetzt.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt und neblig, gelegentlich leichter Schneefall. Meist 5 bis 10 cm trockener Schnee. Schwacher Süd- bis Südostwind. Temperatur auf 1500 m -4, auf 2500 m -9°C. Dienstag meist bewölkt und stellenweise neblig, mittags möglich sonniger Durchbruch. Meist schwacher Süd- bis Südwestwind. 0°C-Isotherme bei ca. 1000 m Seehöhe. In der Nacht zum Mittwoch wieder Schneefall. Voraussichtlich ca. 10 cm Schnee. Im Hochgebirge mäßiger Südwind, tiefer schwächer. Auch am Mittwoch tagsüber meist bewölkt und neblig mit gelegentlichen Schneeschauern. Schwacher bis mäßiger Südwestwind. Noch etwas kälter, auf 1500 m ca. -5, auf 2500 m ca. -12°C. Donnerstag und Freitag trocken, Bewölkung aufreißend. Kalt.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Schneedecke wird sich nur langsam setzen und umwandeln, Schnee bleibt trocken und weich. Lokal kann durch Neuschnee die Lawinengefahr zunehmen. Kein starker Wind, an Ost- und Nordseiten von Graten und Pässen bilden sich vor allem im Hochgebirge kleine Verwehungen. Lawinengefahr nimmt nur langsam ab. Die Verhältnisse im Bergwinter sind anspruchsvoll und gefährlich.
Nächste Mitteilung: Freitag, 8. 1. 2021
Quelle: ARSO