Schneeverhältnisse 5.2.2020
5.02.2020
Gefahrstufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala – MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verhafteter Frischschnee mit Wind
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1800 m MÄSSIG, Stufe 2, tiefer in der Regel GERING, Stufe 1. Besonders gefährdet sind südseitig exponierte Hänge, wo auf Windschneeflächen bereits unter geringer Belastung vor allem kleinere Plattenlawinen ausgelöst werden können. An Stellen mit aufgetriebenem Neuschnee besteht grosse ABRUTSCHEGEFAHR auf vereister Unterlage.
Schneeverhältnisse
Gestern sind bei verstärktem Nordwind in den Bergen bis ca. 10 cm Schnee gefallen, meist auf hartem Untergrund. Bei spürbarer Abkühlung ist der vorher nasse Schnee gefroren, sodass er meist hart ist. Darauf liegt neuer, weicher Schnee, der jedoch vollständig in Verwehungen an den Südseiten von Graten und Sätteln aufgetrieben ist.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute wechselnd bewölkt, Gipfel zeitweise in Wolken. Schneeschauer. Starker Nordwind. Kalt. Morgen und Freitag sonnig, schwacher bis mässiger Nordwind. Temperatur im Hochgebirge unter null, Schneefallgrenze zwischen 1200 und 1600 m ü. M.
Entwicklungstendenz der Schneeverhältnisse
Die Schneedecke bleibt wegen der niedrigen Temperaturen gefroren und hart, nur Neuschnee bleibt in geschützten Lagen weich. Donnerstag und Freitag sonnseitige Mittellagen werden tagsüber nass und nachts wieder gefroren. Wegen der schwachen Schicht zwischen alter Schneedecke und dem Dienstagschnee können sich unter Belastung noch Platten lösen, vor allem an Südseiten von Graten und Sätteln.
Nächste Mitteilung: Samstag, 8. 2. 2020
Quelle: ARSO