Schneeverhältnisse 5.5.2023
5.05.2023
Allgemeine Gefahrenstufe - Freitag, 5. 5. 2023
Die Gefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Nassschnee, Windschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m ü. M. MODERAT, Stufe 2, tiefer GERING, Stufe 1. Gefährdet sind steile Hänge in höheren Lagen des Hochgebirges. Erhöhte Aufmerksamkeit ist vor allem in Gräben und unter Wänden erforderlich, wo Lawinen tiefer reichen können. Die Gefahr ist mittags und nachmittags größer, vor allem an sonnenexponierten Hängen.
Schneeverhältnisse
Der Schnee setzt sich ab und wandelt sich und taut in tieferen Lagen. Im Hochgebirge ist die Oberflächenschicht weich und morgens krustig, da sie nachts zufriert. Grate im Hochgebirge sind stark verweht und stellenweise morgens und vormittags hart und vereist. Die Schneeverhältnisse hängen stark von der Höhenlage und der Sonneneinstrahlung ab.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Heute und morgen vormittag meist klar. Morgen nachmittag Aufbau von Kumuluswolken und lokalen Schauern, möglich Gewitter. Schwacher Wind, 0-°C-Isotherme oberhalb der höchsten Gipfel. Sonntag nach sonnigem Vormittag noch mehr Kumuluswolken sowie Nachmittagsschauer und -gewitter. Ab Montag meist bewölkt und allmählich etwas kühler. Montag gelegentliche lokale Niederschläge, Dienstag meist trocken.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Schneehülle- und Lawinenverhältnisse bleiben frühlingstypisch. Morgens ist der Schnee im Hochgebirge gefroren und stellenweise hart sowie teilweise vereist, tagsüber taut er auf und wird weniger stabil. Ab Montag stabilerere Schneedecke, da kein Sonneneinfluss, Temperaturen niedriger, mindestens im Hochgebirge. Schneefall nur an höheren Gipfeln, tiefer weicher Schnee durch Regen, im Hochgebirge wieder kleinere spontane Nassschneelawinen möglich.
Nächste Ausgabe: Montag, 8. 5. 2023
Quelle: ARSO