Schneeverhältnisse 7.2.2020
7.02.2020
Die Gefahr liegt im Grad 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verfestigter Frischschnee mit Wind
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1800 m MÄSSIG, Grad 2, tiefer meist KLEIN, Grad 1. Besonders gefährdet sind südseitige Hänge, wo an windbelasteten Stellen bereits unter geringer Belastung vor allem kleine Plattenlawinen ausgelöst werden können. An Stellen, wo Neuschnee abgetragen ist, besteht grosse REIBUNGSSGEFAHR auf vereister Unterlage.
Schneeverhältnisse
Mittwoch wehte starker Nordwind, der Donnerstag nachließ. Der Wind transportierte Schnee und bildete auf Südseiten von Graten und Sätteln Dünen und Verwehungen, vielfach entstand Windkruste. An exponierten Stellen fegte der Wind den Schnee bis zur harten Basis weg, viele vereiste Flächen auch, die durch niedrigere Temperaturen auch im Mittelgebirge vorkommen.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute und morgen meist klar, nur am Pohorje heute und morgen frühmorgens und vormittags mehr Bewölkung. Heute noch schwacher, im Hochgebirge auch mässiger Wind aus nördlichen Richtungen. Morgen schwacher Südwestwind, der nachmittags etwas auffrischt. Mittags bei 1500 m ca. 2°C, bei 2500 m ca. -2°C. Sonntag leichte Bewölkung, aber Gipfel meist wolkenfrei. Gegen Abend Bewölkung im Vorland der Julischen Alpen und in den südlichen Julischen Alpen. Zunächst schwach, nachmittags mässig bis stark westlich bis südwestlich. Bei 1500 m von -2 bis 2°C, bei 2500 m ca. -3°C. Montag bewölkt und neblig mit Niederschlag, weniger in östlichen Gebirgsgruppen. Schneefallgrenze steigt auf ca. 1500 m, im Bereich östlicher Julischer Alpen auch tiefer. Erwartet 5 bis 20 cm Neuschnee. Starker Südwestwind. Bei 1500 m ca. 1°C, bei 2500 m ca. -3°C.
Entwicklungstendenz der Schneeverhältnisse
Durch Sonne und höhere Temperaturen wird die Schneedecke besonders auf sonnenseitigen Hängen schneller umsetzen. An sonnenexponiertesten Stellen wird Schnee tagsüber feucht, nachts vereisen. Dieser Prozess ausgeprägter unter ca. 2000 m. Montag durch starken Wind und Schneefall neu Verwehungen und Platten an Nord- und Westseiten von Graten und Sätteln. Unter 1800 m verbindet sich Schnee durch höhere Temperatur besser mit dem Untergrund, höher steigt Lawinengefahr.
Nächste Ausgabe: Montag, 10.2.2020
Quelle: ARSO