Schneeverhältnisse 7.3.2012
7.03.2012
In relativ kaltem und trockenem Wetter hat sich die Schneebedeckung langsam umgewandelt. Vor allem auf sonnseitigen Hängen und Plateaus hat sie tagsüber Kruste gebildet, nur im Hochgebirge und in Schattlagen ist sie meist gefroren oder trocken geblieben.
Die Schneebedeckung ist meist mit einer Kruste bedeckt, die stellenweise das Gewicht eines Menschen trägt. Nicht nur an vereisten Stellen, auch anderswo ist die Oberfläche vereist. Tagsüber wird der Schnee an sonnigen Lagen weicher, teilweise auch im Hochgebirge.
Erhebliche Schneebedeckung reicht in Schattlagen meist bis etwa 900 m Seehöhe, an sonnseitigen Hängen ist es deutlich höher schneefrei. In 1500 m Seehöhe in den Julischen Alpen bis ca. 60 cm Schnee, anderswo bis ca. 40 cm. Über 2000 m in den Julischen Alpen bis ca. 110 cm Schnee. Lawinengefahr meist 1. Stufe. Tagsüber steigt die Gefahr an sonnseitigen Hängen leicht an. Gefährlich sind nur ausreichend steile Hänge, besonders windgepresste Schneeflächen in Schattlagen, die sich bei stärkerer Zusatzbelastung besonders mittags und nachmittags lösen können.
Vor allem an windgepressten Stellen und in Schattlagen besteht Abbruchsgefahr.
Trockenes Wetter hält an. Heute liegt die Schneegrenze bei ca. 900 m Seehöhe, morgen steigt sie vorübergehend auf ca. 1200 m und fällt freitagmorgens wieder unter 1000 m. Die Schneebedeckung wandelt sich weiter allmählich um und setzt sich, schneller an sonnseitigen Hängen, wo sie auch tiefer schneefrei wird. Lawinengefahr steigt tagsüber leicht an, besonders an Sonnseiten, und nimmt nachts wieder ab.
Neuer Bericht erscheint am Freitag, 9.3.2012.
Allgemeine Lawinengefahr 1. Stufe nach europäischer 5-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO