Schneeverhältnisse 7.4.2014
7.04.2014
Nach einem teilweise sonnigen Freitag brachte der Samstag bewölktes und nebliges Wetter mit gelegentlichen Niederschlägen. Die Schneegrenze lag bei etwa 2300 m, es schneite etwas tiefer. Die Niederschlagsmenge war jedoch gering, und im Hochgebirge fielen einige Zentimeter Schnee.
Regen hat die Schneedecke durchweicht, in niedrigeren Lagen bis zum Boden. Sonntag war wechselhaft, nachmittags bildeten sich lokale Schauer. Die Nullgradisotherme hat sich bis heute nicht verändert.
Erhebliche Schneedecke reicht auf sonnigen Hängen bis etwa 1400 m, in schattigen Lagen bis etwa 900 m. Die Schneehöhe ist ziemlich uneinheitlich. Oberhalb etwa 2000 m in den Julischen Alpen beträgt die Schneehöhe zwischen 400 und etwa 600 cm, auf 1500 m bis etwa 250 cm. Sonst auf 1500 m von 40 bis 120 cm, mehr in den westlichen Karawanken. Die Schneedecke ist meist gut umgewandelt, nur in schattigen Hochlagen ist der Schnee stellenweise noch schlecht umgewandelt. Nachts friert der Schnee, morgens ist die Schneedecke meist hart, tagsüber bei Sonnwetter meist weich, in schattigen Hochlagen bleibt sie gefroren.
Lawinengefahr ist morgens und vormittags 1. Stufe, tagsüber steigt sie unter Soneneinfluss.
Die Schneedecke ist meist stabil. Das Risiko steigt vor allem gegen Mittag und nachmittags auf sonnenbeschienenen Hängen, wo der Schnee durch Sonne weich wird und instabil. Gefährlicher sind steile Hänge.
Mittags können Plattenlawinen an Graten abrutschen. Tiefer können einzelne Grundlawinen von durchweichter Schneedecke auftreten.
Heute meist klar, morgen nimmt die Menge cirröser Bewölkung zu, später tagsüber verdichtet sich die Bewölkung vor allem im Westen. Abends setzen in den Julischen Alpen und den Hügeln der nördlichen Primorska und Notranjska Niederschläge ein, die in der Nacht auf Mittwoch ostwärts wandern. Die Schneefallgrenze sinkt allmählich auf etwa 1200 m. Es fallen bis etwa 10 cm Schnee, je nach Höhe.
Mittwochmorgens sind die Niederschläge in den Bergen meist abgeklungen.
Heute und morgen ändern sich die Lawinenlage nicht, bis Mittwochmorgen auch nicht wesentlich wegen zu geringer Neuschneemenge. Nur mittwochs kann die neue Schneeschicht instabil sein und auf alter Basis abrutschen. Daher wird das Begehen steilerer Hochlagen riskanter.
Nächster Schneebericht erscheint mittwochs, 9.4.2014 nachmittags.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Quelle: ARSO