Schneeverhältnisse 8.1.2016
8.01.2016
BEWERTUNG DER GEFAHR
Die Lawinengefahr ist derzeit gering, Stufe 1.
Die Schneedecke ist größtenteils stabil.
Das Risiko ist gering. Kein spontanes Lawinenabgehen.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
Schnee in den Bergen ist trotz gelegentlichen Schneefalls immer noch wenig. Einige Orte haben fast keinen Schnee bekommen. Seit Montag sind in den Bergen bis zu etwa 10 cm Schnee gefallen, den der Wind an exponierten Stellen vollständig in Windverfrachtungen weggeblasen hat. Die Schneedecke ist größtenteils mit einer dünnen Kruste bedeckt, die durch tagsüberliches Schmelzen und nächtliches Einfrieren entstanden ist, nur in schattigen Lagen ist der Schnee noch weich. In den Bergen war die Temperatur meist unter null, erst am Donnerstag tagsüber floss wärmere Luft zu, heute liegt die Schnegrenze bei etwa 2000 m ü. M. und wärmt sich noch langsam auf.
Die Schneehöhe ist sehr ungleichmäßig. In den Bergen von 0 bis etwa 10 cm Schnee, bis etwa 20 cm stellenweise in den Julischen Alpen. Viel windverfrachteter Schnee in geschützten Lagen, an windexponierten Stellen fehlt der Schnee meist.
VORAUSGESAGTE WETTERENTWICKLUNG
Heute Nachmittag und morgen Vormittag teilweise klar mit gelegentlicher erhöhter Bewölkung nahe der Grenze zu Österreich. Sonst bewölkt und neblig. Geringe Niederschläge treten im westlichen und südlichen Teil der Julischen Alpen auf, etwas häufiger in den Hügeln des nördlichen Primorska und Notranjska. Die Schneefallgrenze morgen zwischen 1000 und 1500 m ü. M., stellenweise sogar höher. Bis Samstagabend fallen in den Hügeln voraussichtlich keine nennenswerte Schneemengen.
Bis Sonntagmorgen können in den Hochlagen der Julischen Alpen und westlichen Karawanken bis zu etwa 50 cm Schnee fallen, anderswo 5 bis etwa 30 cm, am wenigsten im Osten. Sonntags tagsüber und bis Montagmorgen meist trocken.
TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Bis morgen Abend setzt sich der Schnee nur ab und taut auch. Danach schneit es bis Sonntag frühmorgens. Der neue Schnee verbindet sich bis etwa 2000 m ü. M. voraussichtlich gut mit dem Untergrund, da er meist feucht ist, höher ist er trockener, weshalb die Bindung zwischen neuem und altem Schnee schlechter ist. Verstärkter Südwestwind bläst den neuen Schnee stark in Windverfrachtungen. Die Lawinengefahr steigt bis Sonntagmorgen vor allem in den Julischen Alpen, westlichen Karawanken und auch im westlichen Teil der Kamnischen und Savinjischen Alpen voraussichtlich auf Stufe 3. Gefährlich werden vor allem steilere Hänge und Stellen mit Windschnee. Von steilen Hängen können sich spontan zahlreiche kleine Lawinen neuen Schnees lösen.
Quelle: ARSO